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Immer noch unbesiegt: Wolfsburg selbstbewusst nach München

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Immer noch unbesiegt: Wolfsburg selbstbewusst nach München

11.12.2020, 22:28 Uhr | dpa

Immer noch unbesiegt: Wolfsburg selbstbewusst nach München. Ridle Baku und Sebastian Rode

Wolfsburgs Ridle Baku und Frankfurts Sebastian Rode (l-r.) im Duell um den Ball. Foto: Swen Pförtner/dpa (Quelle: dpa)

Elf Spiele und noch immer keine Niederlage: Wenn der VfL Wolfsburg am Mittwochabend in der Fußball-Bundesliga beim FC Bayern München antritt, gehen die Niedersachsen langsam schon als Verfolger des deutschen Meisters durch. "Jetzt fahren wir ungeschlagen nach München. Wir freuen uns richtig darauf, uns gegen eine solche Spitzenmannschaft zu zeigen", sagte der zweifache Torschütze Wout Weghorst am Freitagabend nach dem 2:1 (0:0)-Sieg gegen Eintracht Frankfurt in einem DAZN-Interview.

Die Wölfe sind richtig selbstbewusst. Gegen Frankfurt brachte sie auch der 0:1-Rückstand durch ein Elfmetertor des früheren Wolfsburgers Bas Dost (63.) nicht aus dem Konzept. Zwei Tore von Weghorst in der 76. (per Handelfmeter) und 88. Minute waren die "fantastische Reaktion" darauf (Trainer Oliver Glasner).

Unbesiegt sind in dieser Saison nicht mehr die Bayern, nicht mehr RB Leipzig und nicht Borussia Dortmund. Sondern nur noch die Werksclubs aus Leverkusen und Wolfsburg, von denen der VfL gegen Frankfurt sogar einen Vereinsrekord einstellte: Elf Spiele nacheinander ohne Niederlage schafften im grün-weißen VfL-Trikot bislang nur die Meistermannschaft von 2009 und die DFB-Pokalsieger von 2015.

"Das hat mehrere Gründe", sagte Glasner. "Da ist das Selbstvertrauen, das wir uns durch die jüngsten Siege und Leistungen erarbeitet haben. Dann haben in den letzten Wochen Trainingszeit gehabt, die wir in den Monaten davor durch die Europa-League-Quali und durch die Corona-Unterbrechung nie hatten. Jetzt ernten wir die Lorbeeren."

Schon die beiden vergangenen Spielzeiten schloss der VfL auf einem Europa-League-Platz ab. Doch in dieser Saison hat Glasners Team sein Repertoire noch einmal erweitert. Zu der physischen Stärke und defensiven Stabilität kommt seit einigen Wochen auch eine neue Durchschlagskraft im Angriff hinzu, die sich nicht nur, aber vor allem an dem Torjäger aus den Niederlanden festmachen lässt. "Wir haben mit Wout Weghorst vorne einen Topscorer, der uns mit seinen Toren hilft", sagte der Neu-Nationalspieler Ridle Baku.

Neun Tore in elf Spielen sind eine Quote, die langsam ebenfalls an Felix Magaths Meistermannschaft mit ihren beiden Stürmern Edin Dzeko und Grafite erinnert. Noch liegen der Bosnier Dzeko (66) und der Brasilianer Grafite (59) in der ewigen Torschützenliste des VfL weit vor dem 28 Jahre alten Niederländer (42). Doch Weghorst spielt erst seit 2018 in der Bundesliga. Und noch ist die Saison längst nicht vorbei. "Das war nicht mein bestes Spiel in den letzten Wochen", sagte er am Freitagabend. Aber "wenn es läuft, dann läuft's".

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