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Anlaufprobleme und "Kuddelmuddel": Fazit zu Schulstart

Frankfurt am Main  

Anlaufprobleme und "Kuddelmuddel": Fazit zu Schulstart

15.01.2021, 08:50 Uhr | dpa

Anlaufprobleme und "Kuddelmuddel": Fazit zu Schulstart. Klassenzimmer

"Coronavirus" steht auf einer Tafel in einem leeren Klassenzimmer. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Fünf Tage nach Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Hessen unter Corona-Bedingungen ziehen die Bildungsgewerkschaft GEW und das Land Hessen sehr unterschiedliche Fazits. "Wir haben ein Kuddelmuddel", sagte die GEW-Landesvorsitzende Birgit Koch. Der Digitalunterricht ab der siebten Klasse funktioniere nicht, weil das hessische Schulportal nicht leistungsfähig und stabil sei. Zudem seien einige Schulen mit technischen Endgeräten ausgestattet, an anderen gebe es gar nichts.

Das hessische Kultusministerium beschreibt die Situation anders: "Die Rückmeldungen waren, dass bis auf kleinere Anlaufprobleme beim Login des Schulportals die Lage an den Schulen sehr gut war", sagte ein Sprecher. Auch mit der Resonanz auf den Präsenzunterricht sei man zufrieden: In den Jahrgangsstufen eins bis sechs können Eltern wählen, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken. Bei 18 Prozent der Schüler sei das bisher der Fall gewesen. "Das heißt, die Eltern gehen sehr verantwortungsvoll mit der Situation um."

Besonders auffällig sind die Unterschiede bei der technischen Ausstattung zwischen Grund- und weiterführenden Schulen. Das zeigt sich etwa am Beispiel der Adolf-Reichwein-Schule in Rodenbach (Main-Kinzig-Kreis), die als Verbundschule mehrere Schulformen unter einem Dach vereint. Während die Sekundarstufe eine bessere technische Ausstattung habe und Unterricht per Videoübertragung möglich sei, gebe es in der Grundschule eine schlechte Ausstattung, erklärte die Schulleitung.

Wegen der Corona-Pandemie hatte die Landesregierung beschlossen, dass Unterricht in Schulen bis Ende Januar weitgehend wegfällt. Die Präsenzpflicht für jüngere Schüler wurde ausgesetzt, der Gang zur Schule ist aber möglich, wenn Eltern sich nicht zu Hause um sie kümmern können. Ältere Kinder werden mit Ausnahme von Abschlussklassen grundsätzlich aus der Distanz unterrichtet.

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