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Frankfurt: Kampf gegen Schwarzarbeit – 2020 fast 1.500 Verfahren

Schaden über 13 Millionen Euro  

Kampf gegen Schwarzarbeit – 2020 fast 1.500 Verfahren

10.02.2021, 11:46 Uhr | dpa, t-online

Frankfurt: Kampf gegen Schwarzarbeit – 2020 fast 1.500 Verfahren. Der Zoll kontrolliert eine Baustelle (Archivbild): In den Bau- und Sicherheitsbranchen kommt Schwarzarbeit häufig vor. (Quelle: Hauptzollamt Frankfurt am Main)

Der Zoll kontrolliert eine Baustelle (Archivbild): In den Bau- und Sicherheitsbranchen kommt Schwarzarbeit häufig vor. (Quelle: Hauptzollamt Frankfurt am Main)

Der Zoll im Rhein-Main-Gebiet hat vergangenes Jahr einige Ermittlungserfolge im Kampf gegen Schwarzarbeit verzeichnet. Der Schaden liegt in Millionenhöhe.

Im Kampf gegen Schwarzarbeit hat der Zoll im Rhein-Main-Gebiet im vergangenen Jahr fast 1.500 Strafverfahren eingeleitet. Insgesamt führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Frankfurt im Jahr 2020 Prüfungen bei 313 Arbeitgebern durch, berichtete eine Sprecherin am Dienstag. Die dabei aufgedeckte Schadensumme belaufe sich auf rund 13,3 Millionen Euro.

Außer den Strafverfahren wurden knapp 1.400 Bußgeldverfahren eingeleitet und 2023 Einzelverfahren wegen Straftaten etwa aus dem Vorjahr abgeschlossen. Außerdem habe es 572 Einzelverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten gegeben.

"Untergrabung des Sozialsystems"

Bei den Kontrollen und Prüfungen wurden unter anderem Kontobeträge, Bargeld und Luxusgüter in Höhe von rund 4,2 Millionen Euro gesichert. Ein Schwerpunkt der Ermittlungen richtete sich gegen Arbeitgeber, die ihre schwarz gezahlten Löhne mit Hilfe von Kettenbetrug zu verschleiern versuchten. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten den Angaben zufolge auch Unternehmen der Bau- und Sicherheitsbranche.

"Auf den Punkt gebracht, kämpfen wir in erster Linie gegen die Untergrabung des Sozialsystems", so Christine Straß, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main in einer Mitteilung. "Schwarzarbeiter und ihre Auftraggeber schädigen alle: Sie betrügen die Sozialversicherung, hinterziehen Steuern und gefährden Arbeitsplätze. Kein Unternehmen, das seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ordnungsgemäß beschäftigt, kann mit Schwarzarbeitern konkurrieren."

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