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Zwei Festnahmen bei Großeinsatz gegen Schwarzarbeit

Frankfurt am Main  

Zwei Festnahmen bei Großeinsatz gegen Schwarzarbeit

03.03.2021, 15:13 Uhr | dpa

Zwei Festnahmen bei Großeinsatz gegen Schwarzarbeit. Polizei Blaulicht

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Bei einer Razzia gegen organisierte Schwarzarbeit auf dem Bau sind zwei Hauptverdächtige festgenommen worden. Bei den Durchsuchungen am Mittwoch seien rund 400 Kräfte von Zoll und Steuerfahndung im Einsatz gewesen, teilten die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Hauptzollamt Gießen mit. Durchsucht wurden demnach Wohnungen, Geschäftsräume sowie Arbeiterunterkünfte in sechs Bundesländern, die Festnahmen erfolgten in Hessen. Insgesamt gehe es um 32 Beschuldigte.

Neben den Betreibern von sogenannten Servicefirmen waren darunter die Verantwortlichen von drei Baufirmen aus dem Main-Taunus-Kreis, die als mutmaßliche Haupttäter und Drahtzieher eines Konstruktes von Bau- und Scheinfirmen gelten, wie die Ermittler weiter berichteten.

Es geht demnach um den Vorwurf, dass den Sozialkassen und Steuerbehörden Abgaben in Millionenhöhe vorenthalten wurden. "Wir gehen derzeit von einem Schaden von mehr als sechs Millionen Euro aus", sagte ein Sprecher des Hauptzollamtes laut Mitteilung. Konkret geht es den Ermittlern zufolge um den Verdacht des Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen, Betruges und der Steuerhinterziehung sowie Beihilfe dazu.

Die Gruppierung soll über Jahre hinweg Bauaufträge in Millionenhöhe ausgeführt haben und die Arbeitsstunden der eingesetzten Arbeiter in einem geringeren Umfang an die Sozialkassen gemeldet haben, als sie tatsächlich angefallen waren. Extra und schwarz geleistete Stunden sollen bar ausgezahlt worden sein.

Die Fahnder stellten bei den Durchsuchungen "umfangreiches Beweismaterial" sicher wie Telefone und Computer sowie Vermögenswerte im Höhe von 2,3 Millionen Euro. Die 52 und 58 Jahre alten Festgenommenen kamen vor einen Haftrichter.

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