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Frankfurt: Nicht mehr, aber intensiverer Cannabis-Konsum in Pandemie

Studie aus Frankfurt  

Nicht mehr, aber intensiverer Cannabis-Konsum in Pandemie

21.03.2021, 14:40 Uhr | dpa

Frankfurt: Nicht mehr, aber intensiverer Cannabis-Konsum in Pandemie. Ein Mann raucht in einem Coffee Shop in Maastricht einen Joint mit Marihuana.(Archivbild): In der Pandemie hat sich der Cannabis-Konsum der Menschen verändert. (Quelle: dpa/Oliver Berg)

Ein Mann raucht in einem Coffee Shop in Maastricht einen Joint mit Marihuana.(Archivbild): In der Pandemie hat sich der Cannabis-Konsum der Menschen verändert. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Seit Beginn der Pandemie hat sich der Cannabis-Konsum der Menschen verändert. Eine Frankfurter Studie zeigt, dass zwar weniger Menschen anfangen zu kiffen – wer es aber davor schon getan hat, hat wahrscheinlich seinen Konsum verstärkt.

Die Corona-Pandemie könnte den Rückgang beim Cannabis-Konsum zunichte machen. Wissenschaftler und Sozialarbeiter gehen davon aus, dass es in der Pandemie zwar nicht mehr, aber intensiveren Konsum gibt, wie das Frankfurter Drogenreferat und das Centre for Drug Research an der Frankfurter Goethe-Universität berichteten.

2019 war Kiffen bei Jugendlichen deutlich weniger verbreitet als in den Vorjahren. "Nur noch jede und jeder dritte Jugendliche gab an, mindestens einmal im Leben Cannabis konsumiert zu haben", heißt es im jüngsten "Monitoring System Drogentrends" (MoSyD). Die Bereitschaft, Cannabis auszuprobieren, erreichte den Wissenschaftlern zufolge sogar "ihren Tiefstwert seit Beginn der Befragung im Jahr 2002".

Polizei kann weniger Fälle feststellen

Bernd Werse vom Centre for Drug Research glaubt nicht, dass während Corona mehr Jugendliche angefangen haben zu kiffen. Im Lockdown habe es nicht nur weniger Treffen und damit weniger Anlässe gegeben, sondern auch weniger Gelegenheiten. Allerdings deute vieles auf eine Intensivierung hin: "Wer schon vorher Cannabis konsumiert hat, hat seinen Konsum gesteigert", sagte Werse.

Die Polizei hat bisher keine Zunahme des Cannabis-Konsums registriert. "Mit Blick auf die Corona-Pandemie dürfte dies unter anderem mit dem geringeren Personenaufkommen in der Öffentlichkeit zusammenhängen", sagte ein Polizeisprecher in Frankfurt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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