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Zwei mutmaßliche Täter einer Schleusenbande festgenommen

Von dpa
Aktualisiert am 31.03.2021Lesedauer: 1 Min.
Ein Einsatzfahrzeug der Polizei mit Blaulicht (Symbolbild): Die Generalanwaltschaft Frankfurt hat zwei mutmaßliche Mitglieder einer Schleusenbande festgenommen.
Ein Einsatzfahrzeug der Polizei mit Blaulicht (Symbolbild): Die Generalanwaltschaft Frankfurt hat zwei mutmaßliche Mitglieder einer Schleusenbande festgenommen. (Quelle: Fotostand/imago-images-bilder)
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Mit der Gründung einer Scheinfirma und dem Aufenthaltstitel für die chinesische Staatsangehörigkeit: Zwei mutmaßliche Mitglieder einer Schleusenbande aus Frankfurt und Mainz wurden verhaftet.

Nach Durchsuchungen von Wohnungen und Geschäftsräumen in Frankfurt und Mainz hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwoch zwei mutmaßliche Mitglieder einer Schleuserbande festgenommen. Ein 50 Jahre alter Geschäftsführer eines Unternehmens mit Sitz in Mainz und eine 48 Jahre alte Geschäftsführerin eines Unternehmens in Frankfurt.

Nach Angaben eines Sprechers stehen sie im Verdacht, durch Gründung von Scheinfirmen und Vermittlung von angeblichen Führungspositionen in diesen Unternehmen Aufenthaltstitel für chinesische Staatsangehörige beschafft zu haben.

Keine wirtschaftlichen Aktivitäten

Es handele sich dabei vor allem um die "blaue EU-Karte". Die zuständigen Ausländerbehörden seien über angebliche Anstellungsverhältnisse getäuscht worden.

Die Unternehmen sollen ausschließlich zur Verschaffung von Aufenthaltserlaubnissen für chinesische Staatsangehörige gegründet worden sein und keine wirtschaftlichen Aktivitäten entfaltet haben, so die Generalstaatsanwaltschaft.

69 mutmaßliche Schleusungen

Die Durchsuchungen und Festnahmen stehen im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen derzeit 13 Beschuldigte, hieß es. Bereits im vergangenen Dezember waren eine 40-jährige Frau und ein 36 Jahre alter Mann als mutmaßliche Hauptbeschuldigte verhaftet worden. Die Gruppe soll seit 2014 mit Hilfe von Scheinfirmen und fingierten Anstellungsverträgen chinesische Staatsangehörige eingeschleust haben, die dafür zwischen 7.500 und etwa 180.000 Euro zahlen mussten.

Die Hauptverdächtigen sollen auch Niederlassungen in der Volksrepublik China, darunter in Peking und Shanghai eingerichtet haben. Derzeit wird im Zusammenhang mit 69 mutmaßlichen Schleusungen ermittelt.

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