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Dutzende Kirchen in Hessen seit Jahrtausendwende aufgegeben

Frankfurt am Main  

Dutzende Kirchen in Hessen seit Jahrtausendwende aufgegeben

20.04.2021, 05:42 Uhr | dpa

Dutzende Kirchen in Hessen seit Jahrtausendwende aufgegeben. Kirchenkreuz

Ein Kreuz ist auf dem Dach einer Kirche zu sehen. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Kirchenaustritte nehmen zu, die finanzielle Lage wird schwieriger: Mehrere Kirchen in Hessen wurden in den letzten Jahren umgenutzt oder mussten sogar abgerissen werden. Im Bistum Limburg gab es seit der Jahrtausendwende 56 Profanierungen, im Bistum Fulda waren es 19. Als Profanierung wird die Entweihung einer Kirche bezeichnet, bevor diese aufgegeben wird.

Eine Wiesbadener Kirche wurde beispielsweise an die dortige Sektion des Alpenvereins verkauft, in Fulda soll demnächst eine Grundschule die Räumlichkeiten eines Gotteshauses nutzen und auf dem Gelände einer Sakralbaus in Bad Hersfeld ist eine Pflegeeinrichtung geplant.

Insgesamt zwölf Kirchen und Kapellen wurden im Bistum Limburg abgerissen, in sieben Fällen ist demnach der Neubau eines Gotteshauses geplant. Auch in Frankfurt wird aktuell über den geplanten Abriss der Kirche St. Christophorus im Stadtteil Preungesheim diskutiert, dort sollen unter anderem eine katholische Kindertagesstätte und ein Andachtsraum entstehen.

Bei der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau wurden fünf Kirchen in andere kirchliche Gebäude umfunktioniert, so befindet sich in einer Frankfurter Kirche jetzt das Bibelmuseum.

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