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Chemiebranche dringt auf Impfungen durch Betriebsärzte

Frankfurt am Main  

Chemiebranche dringt auf Impfungen durch Betriebsärzte

21.04.2021, 12:55 Uhr | dpa

Chemiebranche dringt auf Impfungen durch Betriebsärzte. Eine Impfung wird in einer Arztpraxis vorbereitet

Eine Impfung wird in einer Arztpraxis vorbereitet. Foto: Ralf Hirschberger/ZB/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die hessische Chemie- und Pharmaindustrie dringt auf schnellere Corona-Impfungen in den Unternehmen durch Betriebsärzte. "Wir wollen früher impfen als im Juni", sagte Dirk Meyer, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands HessenChemie, am Mittwoch in Frankfurt. "Jeder Tag zählt." Es fehlten aber die Zustimmung der Landespolitik sowie Impfstofflieferungen.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, Betriebsärzte ab Juni in die Impfkampagne einzubinden. Aus Sicht des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) Hessen geht es schneller. "Eine ganze Reihe von Firmen ist einsatzbereit und will impfen", sagte der Vorstandsvorsitzende Jochen Reutter. Er verwies auf den Industriepark Höchst in Frankfurt, den Chemiekonzern Evonik in Hanau und den Pharma- und Medizinbedarfshersteller B. Braun in Melsungen. Die Unternehmen hätten Erfahrung bei Grippeimpfungen. "Das große Netz an Betriebsärzten in unseren Unternehmen steht bereit, um das Tempo der Impfkampagne zu beschleunigen", meinte auch Marcus Kuhnert, Vize-Vorsitzender des VCI Hessen und Finanzvorstand bei Merck.

Die hessische Chemie- und Pharmabranche erholt sich inzwischen von der Corona-Krise. Die Produktion in der Chemieindustrie habe im Januar um 2,3 Prozent und in der Pharmaindustrie um 2,9 Prozent über Vorjahr gelegen, sagte Reutter. Während die Umsätze in der Chemiebranche nur leicht stiegen, wuchsen sie in die Pharmabranche um mehr als 9 Prozent.

Reutter sprach von einer "vorsichtigen Zuversicht" für die Branche mit mehr als 61 000 Beschäftigten im Land. Die Corona-Krise bleibe aber ein großes Risiko. Im vergangenen Jahr hatte die Pandemie die hessische Chemie hart getroffen. Der Umsatz der konjunkturabhängigen Branche fiel trotz einer kräftigen Erholung ab Herbst um 7 Prozent. Die Pharmaunternehmen machten dagegen gute Geschäfte: Die Erlöse stiegen kräftig um 8,3 Prozent. Unterm Strich fiel der Gesamtumsatz der Branche um 0,6 Prozent zum Vorjahr auf 27,5 Milliarden Euro.

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