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Frankfurt: Stadtdekan sieht Aktion "Liebe gewinnt" kritisch

"Ich bin nicht glücklich darüber"  

Stadtdekan zu Eltz hält "Liebe gewinnt" für kritisch

11.05.2021, 09:31 Uhr | dpa

Frankfurt: Stadtdekan sieht Aktion "Liebe gewinnt" kritisch. Johannes zu Eltz spricht im Kaiserdom (Archivbild): "Ich finde den Ansatz nicht hilfreich." (Quelle: dpa/picture alliance)

Johannes zu Eltz spricht im Kaiserdom (Archivbild): "Ich finde den Ansatz nicht hilfreich." (Quelle: picture alliance/dpa)

Unter dem Motto "Liebe gewinnt" haben katholische Priester Segnungsgottesdienste für Paare aller Art angeboten. Der Stadtdekan Frankfurts steht der Aktion skeptisch gegenüber.

Der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz sieht die bundesweiten Segnungsgottesdienste für homosexuelle Paare unter dem Motto "Liebe gewinnt" kritisch. Zu Eltz, der innerhalb der katholischen Kirche als reformorientiert gilt, sagte der Deutschen Presse-Agentur, er vertrete hier dieselbe Meinung wie der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Limburg, Georg Bätzing.

"Mein Anliegen ist, dass diese Segnungsfeiern als ein Ereignis in den Ortskirchen mit ausdrücklicher Billigung des Bischofs offiziell stattfinden können." Zurzeit sei man noch nicht so weit, aber es liefen starke Bestrebungen, dies in absehbarer Zeit zu ermöglichen. "Der Bischof hat mehrmals gesagt, dass er möchte, dass es zu diesen Segnungsfeiern kommt", sagte zu Eltz.

"Segnungsgottesdienste für Liebende"

"Ich will das aus seelsorglichen Gründen auch. Aber ich bin nicht glücklich darüber, wenn das jetzt in so eine Protestlogik hineinkommt. Ich will denen, die das als Paare und Geistliche feiern, überhaupt nicht den guten Willen absprechen. Aber ich finde den Ansatz 'Wir machen das jetzt so massenhaft, dass niemand mehr gegen uns ankommt' nicht hilfreich. Ich finde, das wird den Paaren nicht gerecht, aber auch nicht der Kirche, die im Namen Gottes segnen soll."

Bundesweit fanden am Montag in katholischen Kirchen "Segnungsgottesdienste für Liebende" statt – auch für homosexuelle Paare, obwohl der Vatikan dies verboten hat.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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