Sie sind hier: Home > Regional > Frankfurt am Main >

Bätzing und Schuster: Angriffe auf Synagogen Antisemitismus

Frankfurt am Main  

Bätzing und Schuster: Angriffe auf Synagogen Antisemitismus

12.05.2021, 13:26 Uhr | dpa

Bätzing und Schuster: Angriffe auf Synagogen Antisemitismus. Bätzing und Schuster

Bischof Georg Bätzing (l) und Josef Schuster stehen zusammen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa (Quelle: dpa)

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Georg Bätzing hat sich nach der Eskalation des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern erschüttert über nächtliche Angriffe auf Synagogen in Deutschland gezeigt. "Diese Form des Protestes verurteile ich auf das Schärfste", sagte der Bischof vor einem Treffen mit Josef Schuster, dem Präsident des Zentralrats der Juden, am Mittwoch in Frankfurt. "Es darf nicht zugelassen werden, dass ein politischer Konflikt mit religiösem Fanatismus verbunden und aufgeladen wird. Angriffe auf Synagogen sind purer Antisemitismus, der mit nichts zu rechtfertigen ist."

Schuster sagte, selbst wenn nur ein Stein auf eine Synagoge geworfen werde, "das ist ein Angriff auf ein Gotteshaus, das ist purer, reinster Antisemitismus." Hier sehe er eine Verantwortung der Sicherheitsbehörden, auch präventiv tätig zu werden.

Zuletzt waren vor Synagogen in Nordrhein-Westfalen israelische Flaggen angezündet worden. Außerdem wurde der Eingang einer Synagoge mit Steinen beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt.

Die Raketenangriffe der Hamas auf Ziele in Israel bezeichnete Schuster als Gewaltaktion, die durch nichts zu rechtfertigen sei. "Es ist reiner Terror gegen die Bevölkerung in Israel." Bätzing sagte: "Ich schaue mit großer Sorge und mit Schrecken auf die Situation im Heiligen Land. Die Eskalation der Gewalt muss enden."

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern hatte sich in den vergangenen Tagen wieder zugespitzt. Militante Palästinenser feuerten nach Angaben der israelischen Armee seit Montag mehr als 800 Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel ab. Israels Luftwaffe habe ihrerseits rund 500 Ziele in dem abgeschotteten Küstengebiet attackiert. Auf beiden Seiten gab es Todesopfer.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal