Sie sind hier: Home > Regional > Frankfurt am Main >

Frankfurt: Regierung will Cannabis-Projekt prüfen

Fortführung des "Frankfurter Wegs"  

Regierung will Cannabis-Modellprojekt prüfen

02.06.2021, 11:18 Uhr | t-online

Frankfurt: Regierung will Cannabis-Projekt prüfen. Das Thema Cannabis polarisiert seit Jahren: Nun könnte Frankfurt zum Modellprojekt für die Entkriminalisierung werden. (Quelle: imago/Michael Schick/Symbolbild)

Das Thema Cannabis polarisiert seit Jahren: Nun könnte Frankfurt zum Modellprojekt für die Entkriminalisierung werden. (Quelle: imago/Michael Schick/Symbolbild)

In Frankfurt könnte ein Modellprojekt für Cannabis-Entkriminalisierung an den Start gehen. Die geplante Römer-Koalition steht einem solchen Vorhaben offen gegenüber.

Die mögliche "Ampel Plus"-Koalition zeigte sich empfänglich für ein Entkriminalisierungskonzept der Fraktion Die Linke. Damit könnte in Frankfurt ein großer Schritt in Richtung Legalisierung anstehen.

Ein Antrag der hessischen Linken zur Ermöglichung des Eigenverbrauchs von Cannabisprodukten fand in der gestrigen 54.Sitzung des Sozial- und Integrationspolitischen Ausschusses größtenteils Anklang.

Der Frankfurter Grünen-Abgeordnete Marcus Bocklet äußerte sich laut "Frankfurter Rundschau" positiv: Die geplante neue Landesregierung sei bereit, ein Modellprojekt zur Abgabe von Cannabis an Erwachsene aus Frankfurt zu prüfen. Dabei sei wichtig, auch die umliegenden Gebiete mit einzubeziehen, "damit nicht alle nach Frankfurt fahren".

Im bisherigen Koalitionsvertrag von Die Grünen, SPD, FDP und der Volt-Partei ist diesem Thema bereits ein großer Punkt gewidmet. Man wolle "zur regulierten Abgabe von Cannabis an Erwachsene in Frankfurt ein Modellprojekt etablieren unter Berücksichtigung von Jugendschutzaspekten". Man sähe darin "Potenzial, die Verbraucher zu schützen, die Justiz zu entlasten und den illegalen Drogenhandel zu reduzieren".

Drogenpolitik im neuen Koalitionsvertrag

Auch einige andere drogenpolitische Projekte sind im Einklang mit dem "Frankfurter Weg" von der geplanten "Ampel Plus"-Regierung vorgesehen. So soll laut Koalitionsvertrag unter anderem die Duldung des Kleinhandels bestimmter Drogen in Drogenhilfeeinrichtungen geprüft, und die Etablierung von Cannabis als Betäubungsmittelmedikament vorangetrieben werden.

Ob die Koalition jedoch wirklich in der Form zustande kommt, ist nach wie vor fraglich. Die Frankfurter FDP hatte vorerst gegen den Koalitionsvertrag gestimmt. Grünen-Vorstandssprecher Bastian Bergerhoff betonte, bei den Nachverhandlungen am Vertragstext festhalten zu wollen. Die weiteren Verhandlungen laufen.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal