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Krösche zu Lockdown-Forderung aus Aue: Kein richtiger Ansatz

Von dpa
25.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Markus Krösche
Markus Krösche. (Quelle: Tom Weller/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt hĂ€lt ĂŒberhaupt nichts von der Forderung des Zweitligisten Erzgebirge Aue nach einer freiwilligen Unterbrechung des Spielbetriebs wegen der neuerlichen Corona-Auflagen bei der Auslastung in Stadien. "Das halte ich nicht fĂŒr den richtigen Ansatz", sagte Markus Krösche dem "Kicker" (Donnerstag). "Wir alle sind Wirtschaftsunternehmen, die laufende Kosten haben und GehĂ€lter bezahlen mĂŒssen. Deshalb mĂŒssen wir unseren Betrieb aufrechterhalten. Wenn wir den Spielbetrieb einstellen, fehlt uns ein betrĂ€chtlicher Teil unserer wirtschaftlichen Grundlage", sagte Krösche.

Schon die Deutsche Fußball Liga hatte die Forderung von Aue-PrĂ€sident Helge Leonhardt zurĂŒckgewiesen. Die DFL verwies in einer Stellungnahme am Mittwoch auf die "abgestimmte Linie aller 36 Clubs", in der Corona-Pandemie immer auf Basis der staatlichen Vorgaben zu agieren. "Ein selbstverhĂ€ngter, flĂ€chendeckender Lockdown im Sinne einer Saison-Unterbrechung ist daher kein Thema."

Aue-PrĂ€sident Leonhardt hatte einen Fußball-Lockdown angesichts der steigenden Inzidenzwerte bis Ende Dezember gefordert. "Die nĂ€chsten vier Wochen werden extrem schwierig fĂŒr unser Land und stellen uns vor eine Zerreißprobe. Dort wird kluges und geordnetes Handeln gefragt sein, ohne chaotische Aktionen", sagte der 63-JĂ€hrige der "Bild" (Mittwoch).

So lag die Inzidenz im Erzgebirgskreis am Dienstag bei 1346,4. Leonhardt riet deshalb, Sorgfalt vor Gier walten zu lassen. "Wir mĂŒssen einfach den Schutz der Menschen in den Vordergrund stellen, Vorbilder sein", hatte der Unternehmer am Dienstagabend im GesprĂ€ch mit "Sport im Osten" gesagt, "diesen Appell sende ich auch an die DFL, egal, ob er dort gehört wird oder nicht."

Angesichts der steigenden Corona-InfektionsfĂ€lle in den Mannschaften sieht Leonhardt eine Wettbewerbsverzerrung, da Spieler fĂŒr die Partien ausfallen. Zudem wird in den BundeslĂ€ndern die Zulassung von Zuschauern unterschiedlich gehandhabt. In Sachsen werden in den höchsten drei Ligen keine Besucher mehr zugelassen. "Es kann nicht das Ziel sein, die erste SaisonhĂ€lfte um jeden Preis bis Weihnachten durchzupeitschen", sagte Leonhardt.

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