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Frankfurt verliert den Anschluss an die oberen RĂ€nge

Von dpa
23.01.2022Lesedauer: 3 Min.
FC Augsburg - Eintracht Frankfurt
Cheftrainer Oliver Glasner von Eintracht Frankfurt gestikuliert am Spielfeldrand. (Quelle: Matthias Balk/dpa/Bildarchiv/dpa-bilder)
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Oliver Glasner zog nach dem dritten sieglosen Spiel von Eintracht Frankfurt im Jahr 2022 ein bitteres Fazit. "Wenn du vorne kein Tor erzielst und hinten schlecht verteidigst, verlierst du das Spiel", sagte der Österreicher nach der 0:2-Schlappe gegen Arminia Bielefeld in der Fußball-Bundesliga am Freitagabend.

Statt fĂŒr eine Nacht auf den fĂŒnften Rang und damit auf einen Europacup-Platz vorzurĂŒcken, mĂŒssen die Hessen nach dem nĂ€chsten RĂŒckschlag bangen, den Anschluss zu verlieren. Denn die direkten Widersacher Leverkusen (5:1 gegen Augsburg), Union Berlin (2:1 in Gladbach) und Freiburg (2:0 gegen Stuttgart) punkteten allesamt.

Dabei hatte Glasner das eigene Spiel schon genug geĂ€rgert. "Die erste Chance resultierte im 0:1, die zweite im 0:2", befand der Trainer. Erst ließ die Eintracht-Abwehr den Bielefelder Patrick Wimmer (5. Minute) frei zum Schuss kommen. 22 Minuten spĂ€ter verblĂŒffte der Österreicher mit einer "Rabona"-Flanke, bei der er mit gekreuzten Beinen den Ball zu seinen österreichischen Landsmann Alessandro Schöpf schoss, der ihn mit der Brust ins Tor beförderte.

Danach mĂŒhten sich die Frankfurter, den RĂŒckstand wieder wett zu machen, konnten aber trotz 65 Prozent Ballbesitz und 656 PĂ€ssen - ein Bundesliga-Höchstwert in dieser Saison - nichts ZĂ€hlbares mehr erreichen. "Wir haben alles probiert, aber es hat nicht geklappt", attestierte der Coach seinem Team. "Wir hĂ€tten ein Tor gebraucht, um das Momentum auf unsere Seite zu ziehen und die Partie vielleicht noch mal zu drehen."

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Auf der Suche nach ErklĂ€rungen, warum es nach einem starken Endspurt in der Hinrunde diesen Bruch mit zwei Niederlagen gegen Dortmund (2:3) und Bielefeld sowie einem Remis in Augsburg (1:1) gibt, wurden Glasner und Co. nicht wirklich fĂŒndig. Da mussten das fehlende QuĂ€ntchen GlĂŒck in der Offensive und die fehlende Konsequenz in der Defensive als GrĂŒnde herhalten.

"Vielleicht haben wir uns zuletzt etwas zu viel mit der schlechten Chancenverwertung beschĂ€ftigt, und es hat sich somit in den Köpfen ein bisschen festgesetzt", meinte der ratlose Cheftrainer. "Das nötige GlĂŒck mĂŒssen wir uns wieder erarbeiten." Deutlicher prangerte er das fehlerhafte Verhalten in der Abwehr an: "Wenn man sich in einigen Situationen stĂŒmperhaft anstellt, verliert man das Spiel."

Nach der LĂ€nderspielpause sind der VfB Stuttgart, der VfL Wolfsburg und der 1. FC Köln die nĂ€chsten Gegner. "Wir haben schon mehrere schwierige Situationen durchgemacht und haben jetzt zwei Wochen, um die Ärmel hochzukrempeln, hart zu arbeiten und zurĂŒck in die Erfolgsspur zu finden", sagte Glasner. "Jetzt gilt es, den Kopf oben zu halten und weiter zu machen."

Allerdings sollte die Fortsetzung schon erfolgreicher und der erste Sieg im neuen Jahr eingefahren werden, um die RĂŒckkehr zumindest in die Europa League zu schaffen. "Wir sind nicht zufrieden", betonte Sportvorstand Markus Krösche und kritisierte: "Das, was an Punkten möglich war und was wir geholt haben, ist zu wenig. Gerade zu Hause gegen Bielefeld muss es unser Anspruch sein, zu gewinnen."

Auch fĂŒr Mittelfeldspieler Sebastian Rode war die Niederlage eine große EnttĂ€uschung. "Es war ein gebrauchter Abend", befand der KapitĂ€n. "In Augsburg kannst du unentschieden spielen, heute wollten wir aber unbedingt gewinnen. So gehen wir mit einem schlechten GefĂŒhl in die LĂ€nderspielpause."

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