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Milliardengewinn f├╝r Deutsche Bank

Von dpa
27.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Deutsche Bank AG
Der Schriftzug der Deutschen Bank. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Die Deutsche Bank kn├╝pft mit einem Milliardengewinn 2021 an ihre besten Zeiten an. Sowohl vor als auch nach Steuern fuhr der Frankfurter Dax-Konzern das beste Ergebnis seit zehn Jahren ein. "Wir haben die Deutsche Bank nachhaltig zur├╝ck in die Gewinnzone und auf Wachstumskurs gebracht. Und wir haben uns fest vorgenommen, dass uns von diesem Kurs nichts mehr abbringt", betonte Konzernchef Christian Sewing am Donnerstag.

Die Aktion├Ąre sollen am Unternehmenserfolg teilhaben und nach zwei Nullrunden wieder eine Dividende erhalten. Au├čerdem will die Bank ├╝ber den R├╝ckkauf eigener Aktien eine dreistellige Millionensumme aussch├╝tten. Von ihrem Renditeziel f├╝r 2022 ist die Bank allerdings noch ein gutes St├╝ck entfernt.

Der Vorsteuergewinn stieg im vergangenen Jahr zum Vorjahr von gut einer Milliarde Euro auf rund 3,4 Milliarden Euro, wie Deutschlands gr├Â├čtes Geldhaus mitteilte. Nach Steuern standen 2,5 Milliarden Euro in der Bilanz und damit mehr als vier Mal so viel wie im ersten Jahr der Pandemie (624 Mio Euro). Nach Abzug von Zinszahlungen an die Inhaber eigenkapital├Ąhnlicher Anleihen verbleiben unter dem Strich gut 1,9 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr 2020 hatte die Deutsche Bank nach f├╝nf Verlustjahren in Folge mit 113 Millionen Euro erstmals unter dem Strich wieder einen Gewinn erzielt.

"Alle vier Gesch├Ąftsbereiche entwickeln sich wie geplant oder sogar besser, und beim Abbau von Altbest├Ąnden sind wir schneller vorangekommen als erwartet", bilanzierte Sewing. Die erwarteten Kosten des Konzernumbaus seien fast vollst├Ąndig verdaut.

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"2022 ist das Jahr, in dem wir dem Markt endg├╝ltig beweisen k├Ânnen, dass wir nachhaltig profitabel sind", schrieb Sewing an die Mitarbeiter. "Hierin steckt ein unglaubliches Potenzial - nicht zuletzt f├╝r unseren Aktienkurs. Immer noch liegen wir bei rund 45 Prozent des Buchwerts, was einer Bank, die eine Rendite auf das materielle Eigenkapital von acht Prozent erwirtschaftet, nicht gerecht w├╝rde." Der Vorstand hat sich f├╝r 2022 vorgenommen, eine Rendite auf das materielle Eigenkapital von 8 Prozent nach Steuern zu erreichen. Im vergangenen Jahr waren es 3,8 Prozent.

Jetzt will der Vorstand die Kosten der Bank von Quartal zu Quartal um 450 Millionen Euro senken. Au├čerdem zeigt sich das Management angesichts der j├╝ngsten Gesch├Ąftsentwicklung zuversichtlich, was die Entwicklung der Ertr├Ąge - also der gesamten Einnahmen - angeht. Die bisher f├╝r 2022 gesetzte Zielmarke von mindestens 25 Milliarden Euro hat das Institut hierbei schon im abgelaufenen Jahr ├╝berschritten.

Sewing hatte dem Konzern nach einer Serie von Verlustjahren 2019 einen tiefgreifenden Umbau verordnet. Das Kapitalmarktgesch├Ąft, in dem es in der Vergangenheit immer wieder Ausw├╝chse und in der Folge teure Rechtsstreitigkeiten gegeben hatte, wurde geschrumpft. Aus dem weltweiten Aktienhandel etwa zog sich die Deutsche Bank ganz zur├╝ck.

Konzernweit wurden Tausende Stellen gestrichen: Ende 2021 betrug die Zahl der Vollzeitstellen 82.969, zum Start des Umbaus waren es 90.866. Der Vorstand hatte urspr├╝nglich das Ziel ausgegeben, die Zahl der Stellen bis Ende 2022 um 18.000 auf weltweit 74.000 zu dr├╝cken, sp├Ąter aber betont, es gehe vor allem um die Senkung der Kosten.

2021 profitierte die Bank auch davon, dass sie deutlich weniger Geld f├╝r m├Âgliche Kreditausf├Ąlle zur├╝cklegen musste als im ersten Jahr der Corona-Pandemie: Die Risikovorsorge sank zum Vorjahr um 71 Prozent auf 515 Millionen Euro.

Gr├Â├čter Gewinnbringer war erneut das Investmentbanking, in dem der Dax-Konzern zum Beispiel mit dem Handel von Anleihen und W├Ąhrungen Geld verdient. Die Sparte steigerte ihren Vorsteuergewinn zum Vorjahr um 17 Prozent auf gut 3,7 Milliarden Euro. Das Privatkundengesch├Ąft kam gerade einmal auf 366 Millionen Euro.

Auch im Schlussquartal 2021 hielt sich die Deutsche Bank entgegen der Erwartung von Analysten in der Gewinnzone. Unter dem Strich standen 145 Millionen Euro Gewinn. Damit hat der Konzern sechs Quartale in Folge schwarze Zahlen geschrieben.

Die Aktion├Ąre sollen f├╝r das Gesch├Ąftsjahr 2021 eine Dividende von 20 Cent je Anteilsschein bekommen, wie die Bank bereits am Mittwochabend mitgeteilt hatte. Analysten hatten jedoch mit etwas mehr gerechnet. Au├čerdem beschloss der Vorstand, ├╝ber ein Aktienr├╝ckkaufprogramm im ersten Halbjahr 2022 mehr als 300 Millionen Euro an die Eigent├╝mer zur├╝ckzugeben. Beides zusammen summierte sich nach Angaben der Bank auf eine Kapitalaussch├╝ttung von rund 700 Millionen Euro. Dies solle der erste Schritt sein, wie angek├╝ndigt im Laufe der n├Ąchsten Jahre Kapital in H├Âhe von f├╝nf Milliarden Euro auszusch├╝tten.

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