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Phoenix Hagen kann sich wieder auf zu Hause freuen

Zweiter Heimsieg in Folge  

Phoenix Hagen kann sich wieder auf zu Hause freuen

Von Johannes Hülstrung

09.12.2019, 12:05 Uhr
Phoenix Hagen kann sich wieder auf zu Hause freuen. Dominik Spohr (links) bei einem Spiel von Phoenix Hagen: Der Kapitän machte gegen Heidelberg zwei wichtige Dreier. (Quelle: imago images/Beatuiful Sports/Archivfoto)

Dominik Spohr (links) bei einem Spiel von Phoenix Hagen: Der Kapitän machte gegen Heidelberg zwei wichtige Dreier. (Quelle: Beatuiful Sports/Archivfoto/imago images)

Mit einer starken Vorstellung hat Phoenix Hagen in der ProA den Playoff-Anwärter Heidelberg geschlagen. Damit ist der zweite Heimsieg in Folge geglückt, nachdem zuvor zwölf Partien zu Hause verloren gegangen waren. In die Freude über den Erfolg mischten sich jedoch auch mahnende Worte.

Plötzlich scheint alles ganz einfach zu gehen. Waren die ersten zwölf Heimspiele von Phoenix Hagen in 2019 noch von Krampf, Frust und Enttäuschung geprägt, sind diese Emotionen innerhalb von nur zwei Spielen ins Gegenteil umgeschlagen. Die wichtigste Erkenntnis vom Wochenende in Hagen: Der erste Heimsieg des Jahres in der 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen Kirchheim war keine Eintagsfliege. Er wurde am Samstagabend gegen die MLP Academics Heidelberg mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit bestätigt.

Der zweite Heimsieg fiel mit 78:67 (40:25) wieder zweistellig aus, wenn auch nicht ganz so üppig wie zwei Wochen zuvor. Dafür wurde ein absolutes Topteam geschlagen, das mindestens Playoff-Ambitionen hat und auswärts zuvor nur in Chemnitz unterlag. Vor allem in der ersten Hälfte kontrollierten die Feuervögel den Gegner, ließen nur 25 Punkte zu. "Das war unser bester Basketball", lobte Phoenix-Headcoach Chris Harris. Anders als gegen Kirchheim lief aber nicht 40 Minuten lang alles glatt.

Bewährungsprobe drittes Viertel

Das wichtigste Viertel des Spiels war wieder einmal das dritte. Diesmal jedoch nicht deshalb, weil die Partie dann kippte, sondern weil Phoenix den Rückschlag positiv verarbeiten konnte. Auch wenn Harris auf diese Erfahrung lieber verzichtet hätte: "Eine furchtbare Phase. Das war völlig unnötig." Nach dem Seitenwechsel bewiesen die Gäste, dass sie ein absolutes Topteam sind – und Phoenix konnte so beweisen, gegen solche Mannschaften mithalten zu können. "Unser Selbstvertrauen in der Schlussphase war ausschlaggebend", sagte Harris.

Dadurch kam es anders als etwa gegen Ehingen, als Phoenix einen zwischenzeitlich zweistelligen Vorsprung im dritten Viertel verspielte und so den Sieg aus der Hand gab. Heidelberg schaffte es nie, in Führung zu gehen oder auch nur auszugleichen. Dennoch wuchs in vielen Fans die Sorge, ein nur allzu oft gesehenes Bild könnte sich wiederholen. Das verhinderten in den entscheidenden Szenen vor allem Kapitän Dominik Spohr mit zwei wichtigen Dreiern und Joel Aminu. Der psychologische Effekt dieses Arbeitssieges: unbezahlbar.

Angeschlagene Heidelberger

Natürlich kamen die Academics den Hagenern am 13. Spieltag auch ziemlich gelegen. Die Heidelberger stecken gerade in einer Mini-Krise. Die Niederlage in Hagen war die dritte Pleite in Serie. Wie schon gegen Kirchheim und Schalke unterlagen sie wieder einem Team aus dem Tabellenkeller. Die zwei Trainingswochen konnten nicht ideal genutzt werden, da viele Spieler angeschlagen waren.

Schon im Vorfeld verlautete aus dem Heidelberger Team, "ausgerechnet in Hagen" antreten zu müssen, sei zu diesem Zeitpunkt denkbar ungünstig. Und diese Vorahnung bestätigte sich. Der Ausfall des am Knie verletzten Topscorers Shyron Ely (durchschnittlich 17,8 Punkte) war schwer zu kompensieren, auch wenn dessen Vertreter Stephon Jelks seine Sache gut machte. Doch seine 20 Zähler reichten nicht.

Mahnende Worte vom Kapitän

Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund versuchten die Hagener, so energisch wie möglich auf die Euphoriebremse zu treten. Denn die Erwartungshaltung ist wieder gestiegen. "Wir sind sehr demütig geblieben. Es hat sich nicht viel verändert", mahnte Dominik Spohr, nachdem sein Team erstmals wieder eine Humba mit den Fans feiern durfte, was ihnen nach dem Sieg gegen Kirchheim noch verwehrt blieb.

Da passt es den Hagenern gut in den Kram, dass ihr spielfreier Tag ausgerechnet auf den kommenden Mittwoch terminiert wurde. "Der Spielplan kommt, wie er kommt", sagte Chris Harris zwar, doch er will die kurze Pause nutzen, um den Fokus voll auf das nächste Heimspiel gegen Schwenningen am Samstag zu legen.


Und auf zu Hause freuen sich die Hagener aktuell ja wieder. Dass die Wiha Panthers auf einem Abstiegsplatz stehen – den Phoenix nun verlassen hat – ist Harris nicht so wichtig: "In dieser Liga kann man keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen." Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Verwendete Quellen:
  • Besuch des Spiels und der Pressekonferenz
  • Gespräch mit Dominik Spohr
  • Gespräch mit Chris Harris
  • Eigene Recherchen
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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