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Kind starb nach Schlägen auf den Kopf: Angeklagter schweigt

Hagen  

Kind starb nach Schlägen auf den Kopf: Angeklagter schweigt

02.08.2019, 13:49 Uhr | dpa

Kind starb nach Schlägen auf den Kopf: Angeklagter schweigt. Justitia im Gericht

Die Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und Akten. Foto: V. Hartmann/Archiv (Quelle: dpa)

Der gewaltsame Tod eines einjährigen Säuglings in Plettenberg beschäftigt seit Freitag das Hagener Schwurgericht. Die Staatsanwaltschaft hat den 30-jährigen Pflegevater des Kindes wegen Totschlags und Misshandlung von Schutzbefohlenen angeklagt. Zu Beginn des Prozesses machte der Deutsche keine Angaben zur Sache.

Laut Anklage starb der Junge am frühen Morgen des 3. Januar in der Essener Uniklinik an den Folgen schwerer Hirnverletzungen. Der Pflegevater soll dem Kind am Abend zuvor zahlreiche Schläge auf den Kopf versetzt haben - unter anderem mit dem Rohr eines Staubsaugers. Außerdem soll der Angeklagte den Kopf des Babys massiv geschüttelt haben. In der Klinik stellten die Ärzte Einblutungen in den Netzhäuten beider Augen fest.

Bei der Obduktion des Leichnams stellte sich außerdem heraus, dass der Junge schon in den Monaten zuvor mindestens einmal schwer misshandelt worden sein muss. Sein rechter Unterarm und sein linkes Schienbein wiesen ältere Bruchstellen auf. Der Staatsanwalt sprach in diesem Zusammenhang von einer "gefühllosen Gesinnung" des Pflegevaters.

Die Ehefrau des Angeklagten wollte am Freitag nicht als Zeugin vor Gericht aussagen. Auch gegen sie wird zurzeit von der Staatsanwaltschaft ermittelt. Die leiblichen Eltern des Jungen haben sich dem Verfahren als Nebenkläger angeschlossen. Nach Angaben ihres Rechtsanwalts zeigten sie sich enttäuscht über das Schweigen des Angeklagten. Die Frau zischte dem Angeklagten in einer Verhandlungspause zu: "Du Kindermörder."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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