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Hagen: Geschmuggelte Waffen gingen auch an Rockerszene

Prozess in Arnsberg  

Geschmuggelte Waffen gingen auch an Rockerszene in Hagen

17.10.2019, 11:06 Uhr | dpa

Hagen: Geschmuggelte Waffen gingen auch an Rockerszene. Eine Waffe der Marke Walther: In Arnsberg steht der Ex-Mitarbeiter einer Waffenfirma vor Gericht. Auch ein Hagener ist angeklagt. (Symbolbild) (Quelle: dpa/David Inderlied)

Eine Waffe der Marke Walther: In Arnsberg steht der Ex-Mitarbeiter einer Waffenfirma vor Gericht. Auch ein Hagener ist angeklagt. (Symbolbild) (Quelle: David Inderlied/dpa)

Jahrelang soll ein Mitarbeiter in einer Waffenfabrik im Sauerland Einzelteile von Pistolen hinausgeschmuggelt haben, die auch bei versuchten Tötungsdelikten im Hagener Rockermilieu zum Einsatz gekommen sein sollen. Nun beginnt in Arnsberg der Prozess gegen ihn und seine Abnehmer.

Weil er jahrelang Pistolenteile aus der Fabrik eines Waffenherstellers geschmuggelt, sie zusammengebaut und verkauft haben soll, steht nun ein 47-Jähriger im sauerländischen Arnsberg vor Gericht. Mit ihm angeklagt sind auch fünf weitere Männer, einer von ihnen ist aus Hagen.

Der langjährige Mitarbeiter des Arnsberger Sportwaffenherstellers Umarex soll seit 2015 bei seinem damaligen Arbeitgeber immer wieder Konstruktionszeichnungen und Waffenteile gestohlen und diese zuhause zu funktionsfähigen Waffen zusammengebaut haben.

Waffen tauchten in Hagen wieder auf

Fünf weitere Männer – teils aus der Rockerszene – sitzen mit ihm auf der Anklagebank vor dem Arnsberger Landgericht. Sie sollen die Waffen erworben und mit ihnen gehandelt haben. Der Prozess beginnt an diesem Donnerstag.

Immer wieder hatte die Polizei bei verschiedenen Ermittlungen in den vergangenen Jahren nicht registrierte Waffen einkassiert, die auf ein Leck bei der Arnsberger Firma hindeuteten. Nicht selten waren die verdächtigen Waffen im kriminellen Rockermilieu aufgetaucht, berichtete der ermittelnde Staatsanwalt.

In Absprache mit Umarex habe man schließlich die Sicherheitsvorkehrungen so lange optimiert, bis im Frühjahr der langjährige Mitarbeiter dabei ertappt wurde, wie er einen Pistolenlauf hinausschleusen wollte.


Die Anklage geht davon aus, dass er bis dahin mindestens 70 Handfeuerwaffen an einen 27-Jährigen aus Menden im Sauerland verkaufte. Dieser soll sie an die übrigen Angeklagten aus Bielefeld, Hagen, Bochum und Attendorn veräußert haben.

Die Waffen sollen nach Ermittlerangaben auch bei drei versuchten Tötungsdelikten in der Hagener Rockerszene verwendet worden sein.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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