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Anklage nach Schüssen bei Verkehrskontrolle

Gevelsberg  

Anklage nach Schüssen bei Verkehrskontrolle

09.10.2020, 16:14 Uhr | dpa

Anklage nach Schüssen bei Verkehrskontrolle. Eine Figur der Justitia steht neben einem Holzhammer und Akten

Eine Figur der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Fünf Monate nach Schüssen bei einer Verkehrskontrolle in Gevelsberg hat die Staatsanwaltschaft Hagen einen 37-Jährigen wegen dreifachen Mordversuchs angeklagt. Nach Angaben des Hagener Landgerichts soll der Prozess gegen Mitte Januar beginnen. Laut Anklage hatte der Mann ohne festen Wohnsitz die Kontrolle in der Nacht auf den 6. Mai zuerst über sich ergehen lassen. Bei einer Urinprobe habe er über den Polizeifunk mitgehört, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorliege.

Daraufhin soll er einem Beamten die Probe ins Gesicht geworfen haben, zu seinem Wagen gegangen sein und nach einer Waffe gegriffen haben. Er habe auf den Oberkörper eines Beamten geschossen. Der Polizist wurde aber dank schusssicherer Weste nicht verletzt. Auch auf den zweiten Beamten habe der Mann gefeuert und sei dann geflohen.

Rund vier Stunden später stellten Spezialkräfte den Mann. Es sei zu einem Schusswechsel gekommen, bei dem der Gesuchte dreimal auf einen SEK-Beamten geschossen, ihn aber verfehlte habe. Der Mann selbst sei am Oberschenkel getroffen worden. Bei dem Mann hätten die Ermittler neben der Pistole ein Messer und Heroin gefunden. Über die Anklage hatte zuvor die "Bild"-Zeitung berichtet.

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