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Sauerstoffmangel in Hamburgs Elbe: "Todesstoß für vieles, was dort noch lebt"


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Naturschützer: "Todesstoß für vieles, was in der Elbe noch lebt"

Von dpa
Aktualisiert am 07.07.2022Lesedauer: 1 Min.
Tote Fische aus der Elbe (Archivbild): Umweltverbände wollten mit den toten Tieren auf das Wasserproblem in der Elbe aufmerksam machen.
Tote Fische aus der Elbe (Archivbild): Umweltverbände wollten mit den toten Tieren auf das Wasserproblem aufmerksam machen. (Quelle: Chris Emil Janßen/imago images)
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Sauerstoffmangel in der Elbe sorgt in jedem Sommer für Fischsterben. In diesem Jahr ist das Problem in Hamburg besonders groß.

Die Umweltverbände BUND, Nabu und WWF schlagen mit Blick auf zahlreiche tote Fische in der Elbe Alarm. Wegen des aktuell zu geringen Sauerstoffs in der Elbe setze derzeit ein dramatisches Fischsterben ein, teilten die im Aktionsbündnis lebendige Tide zusammengeschlossenen Verbände am Donnerstag in Hamburg mit. "Im gesamten Hafenbereich sowie bis Wedel und weit hinter die Bunthäuser Spitze ist die Sauerstoffkonzentration auf Werte von unter zwei Milligramm pro Liter abgesunken – eine für die Elbfische absolut tödliche Situation."

Die Verbände fürchten, dass langfristig ein gesamtes Ökosystem sterben werde. "Seit Jahren wird der Nachwuchs der ehemals in Massen vorkommenden Stinte im Sommer von den schlechten Sauerstoffwerten in der Elbe vernichtet – jetzt trifft es verstärkt auch die Altfische und weitere Fischarten." So würden auch Flundern, Schollen, Rapfen und Finten in Massen verenden.

Die Umweltschützer sind davon überzeugt, dass die Elbvertiefung die Situation in der Elbe noch verschlimmert. So wirbele beispielsweise das Injektionsschiff "Akke" im Auftrag der Hamburg Port Authority (HÜA) Schlick in der Flusssohle auf, damit er von der Strömung weggespült wird.

"In der ohnehin bereits trüben Suppe der Elbe ist das der Todesstoß für vieles, was in der Elbe noch lebt. Die Akke muss jetzt sofort an die Kette und auch die ab Juli grundsätzlich wieder erlaubten Baggerarbeiten müssen bis auf Weiteres ausgesetzt werden", forderten die Umweltverbände.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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