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Sylt: Ist die Verbindung zwischen Westerland und List mit einem Dünentunnel zu retten?


Bekommt Sylt einen Dünen-Tunnel?

Von Anna Bytom

Aktualisiert am 02.12.2022Lesedauer: 2 Min.
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Wanderdüne auf Sylt (Archivbild): Die Listlandstraße ist von Versandung bedroht.
Wanderdüne auf Sylt (Archivbild): Die Listlandstraße ist von Versandung bedroht. (Quelle: imago stock&people)
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Die Landesstraße zwischen Westerland und List auf Sylt könnte von einer Wanderdüne begraben werden. Kann ein Tunnel die wichtige Verbindung retten?

Die Lister Wanderdünen auf Sylt sind das größte zusammenhängende Wanderdünengebiet Europas. Das Naturschutzgebiet ist größer als 2.500 Fußballfelder, die Dünen sind rund 30 Meter hoch – und sie wandern bis zu 10 Meter im Jahr. In der Vergangenheit haben sie bereits Weide-, Ackerflächen und sogar Häuser unter sich begraben, auch Straßen mussten schon versetzt werden.

Das könnte auch der Landesstraße zwischen Westerland und List drohen: Die südlichste der Wanderdünen nähert sich langsam und unaufhaltsam der L24 – der wichtigsten Verbindung nach List. Die Straße zwischen Meer und Naturschutzgebiet zu versetzen, ist nicht ohne Weiteres möglich. Könnte ein Tunnel die einfachere Lösung sein?

Um zu verhindern, dass der Dünensand vom Wind immer weitergetragen wird, wurden die Wanderdünen in der Vergangenheit bepflanzt. Dennoch rücken sie weiter vor. Der Meeresbiologe und Dünenexperte Karsten Reise hält von einer Pflanzaktion allerdings nichts: Die Lister Wanderdünen seien bundesweit die einzigen, die noch frei wandern dürften, sagte er dem "Hamburger Abendblatt". "Die Dünen haben Seltenheitswert."

Düne könnte Listlandstraße in 19 Jahren erreichen

Reise spricht sich bereits seit Jahren für einen Tunnel aus. Das sei "die dünenfreundlichste Lösung". Dann könnte die Düne auf die andere Seite der Listlandstraße wandern und dort die Uferbefestigung zum Watt verstärken – und die Straße so sogar schützen, statt sie einfach zu verschütten.

Laut Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein ist die Wanderdüne derzeit noch 83 Meter von der Landesstraße entfernt, berichtet das "Abendblatt". "Bei einer durchschnittlichen Wandergeschwindigkeit von vier Metern pro Jahr bleiben rund 19 Jahre bis zum Schadenseintritt." Maßnahmen gegen diesen "Schadenseintritt", also die Versandung der Straße, werden bereits geprüft.

Tunnel über Listlandstraße wird geprüft

Zu den Maßnahmen gehören dem Bericht zufolge eine erneute Bepflanzung der Düne, die Verlegung der Straße und eine "Einhausung der L24". Gemeint ist ein Tunnel, der nicht etwa gegraben oder gebohrt, sondern über die Straße gebaut würde – die L24 würde sozusagen überdacht. Die Düne könnte dann einfach über die Straße hinüberwandern.

Zu teuer, meinen Gegner des Projekts. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Land Schleswig-Holstein für die Bau- und Wartungskosten für einen Dünen-Tunnel aufkommt", sagte der Lister Bürgermeister Ronald Benck dem "Abendblatt". Er ist für eine Bepflanzung der Düne. "Das ist die schnellste und günstigste Lösung."

Für Karsten Reise ginge mit dem Tunnel ein lang gehegter Traum in Erfüllung, der die Insel sogar noch einzigartiger machen würde: "Wünschen würde ich mir, dass man die große Lister Wanderdüne nicht bepflanzt, sondern es in 40 Jahren einen Tunnel unter hier hindurch gibt. Das wäre weltweit der erste Tunnel, den man baut, bevor der Berg kommt", sagte er bereits vor fast zehn Jahren dem SHZ.

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Verwendete Quellen
  • list-sylt.de: Die Lister Wanderdünen
  • abendblatt.de: Spektakuläre Idee: Ein Tunnel für die Wanderdüne? (kostenpflichtig)
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