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Kita in Hamburg: Kein Weihnachtsbaum – religiöse Gründe | Eltern wütend


Religiöse Gründe: Kita streicht Weihnachtsbaum

Von t-online, pb

Aktualisiert am 08.12.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0309886551Vergrößern des BildesKinder schmücken einen Weihnachtsbaum (Symbolfoto): Um den gestrichenen Baum einer Lokstedter Kita ist ein Streit entbrannt. (Quelle: IMAGO/Nataliya Lazaridi/imago)
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Kita-Knatsch vor dem Fest der Liebe: In Lokstedt verärgern Erzieher Eltern mit ihrer Idee, den traditionellen Weihnachtsbaum zu streichen. So erklärt sich die Kita.

In der Kita Mobi im Hamburger Stadtteil Lokstedt sorgt eine Entscheidung für Diskussionen unter den Eltern: Die Einrichtung, die zur Stiftung Kindergärten Finkenau gehört, verzichtet auf das Aufstellen eines geschmückten Weihnachtsbaums.

Wie das "Hamburger Abendblatt" in seiner Dienstagsausgabe berichtet, begründete die Kita-Leitung diesen Schritt mit dem Wunsch, "kein Kind und seinen Glauben ausschließen" zu wollen, und verwies zudem auf die Religionsfreiheit. Zwar würden die Räume festlich dekoriert, zugleich sei aber klar: "Es sollen keine christlichen Feste gefeiert werden", so die Kita-Verantwortlichen in einem Brief an die Eltern.

Adventskalender würden aber weiterhin gebastelt, Kekse gebacken und auch das "Weihnachtsfrühstück" solle stattfinden. In einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme der Kita hieß es, dass man in den vergangenen zehn Jahren "circa dreimal einen Weihnachtsbaum" aufgestellt habe.

Laut der Zeitung schwanke die Stimmung unter den Hamburger Eltern der Kitakinder zwischen "Aufregung und Empörung" wegen der Ankündigung. Eine Familie erklärte, sie könne den Verzicht auf ein "traditionelles Symbol des Friedens" schwer nachvollziehen.

Hamburger Vater spricht von "Cancel Culture"

Den einzelnen Kindertagesstätten der Stiftung Kindergärten Finkenau ist es im Einzelnen überlassen, in welchem Ausmaß sie in den Kitas schmücken und welche Angebote den Kindern gemacht werden. Einige Kitas der Stiftung würden weiterhin die Weihnachtsbäume aufstellen, heißt es in dem Bericht. Zudem hätten sich auch Eltern, die mit der Entscheidung einverstanden waren, am Schmücken der Einrichtung beteiligt.

Der fehlende Baum empört demnach auch einen Hamburger Vater: "Die Entscheidung, in diesem Jahr keinen Baum aufzustellen, wurde uns ja einfach mitgeteilt. Es passt so ein bisschen in den Zeitgeist der Cancel Culture."

Transparenzhinweis:

In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, dass die Kita Mobi erstmals keinen Weihnachtsbaum in der Kindertagesstätte aufstellen wolle. In einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme teilte der Vorstand der Kita mit, dass man in den vergangenen zehn Jahren "circa dreimal einen Weihnachtsbaum" aufgestellt habe. Wir haben die entsprechende Stelle korrigiert.

Transparenzhinweis
  • Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de.
Verwendete Quellen
  • "Abendblatt", gedruckte Ausgabe, 05.12.2023
  • finkenau.de: Brief des Vorstands und der Elternvertreter
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