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Plakat von St. Pauli-Fans: Entscheidung nächste Woche

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Plakat von St. Pauli-Fans: Entscheidung nächste Woche

17.01.2020, 15:39 Uhr | dpa

Plakat von St. Pauli-Fans: Entscheidung nächste Woche. St.Pauli Fans mit kurdischen YPJ Flaggen

St. Paulis Fans halten Fahnen der kurdischen Frauenverteidigungseinheiten YPJ in die Höhe. Foto: Axel Heimken/dpa (Quelle: dpa)

Das DFB-Sportgericht will nächste Woche über eine pro-kurdische Aktion von Fans des FC St. Pauli im Millerntor- Stadion entscheiden. Dies kündigte der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz am Freitag am Rande der Verhandlung wegen Pyro-Vorfälle im Hamburger Zweitliga-Derby an. "Es läuft ein Verfahren, dazu wird es zeitnah eine Entscheidung geben. Ich denke nächste Woche", sagte Lorenz am Freitag in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt. "Das ist sicher eine Rechtsfrage, die interessant ist."

Anhänger des FC St. Pauli hatten im Spiel am 19. Oktober 2019 gegen den SV Darmstadt 98 ein großes Spruchband gezeigt: "Biji Rojava" ("Es lebe Rojava"). Sie schwenkten außerdem Fahnen der kurdischen Frauenverteidigungseinheiten YPJ. Der Vorfall geschah wenige Tage, nachdem sich St. Pauli vom Spieler Cenk Sahin getrennt hatte. Der türkische Profi hatte bei Instagram die Syrien-Offensive der Türkei begrüßt und seine Solidarität bekundet.

Dem Zweitligisten droht eine Geldstrafe, die die Hamburger nicht hinnehmen wollen. "Man kann ganz klar sagen: Für den FC St. Pauli ist die Meinungsfreiheit nicht verhandelbar - auch im Stadion", hatte Clubpräsident Oke Göttlich der Deutschen Presse-Agentur gesagt. "Wir als FC St. Pauli haben uns immer ganz klar dazu bekannt, dass Sport politisch ist."

Mit der Kampagne #riseup4rojeva wird zur Solidarität mit der Bevölkerung in Nordsyrien aufgerufen. Nach dpa-Informationen hat der DFB-Kontrollausschuss eine Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro für St. Pauli beantragt. Auf das Plakat der Pauli-Anhänger im Darmstadt-Spiel wurde der DFB durch einen Brief des Türkischen Fußballverbandes aufmerksam gemacht - der wiederum vom türkischen Außenministerium alarmiert worden war.

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