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Hamburger Hochschule als Exzellenzuniversität ausgezeichnet

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Hamburger Hochschule als Exzellenzuniversität ausgezeichnet

19.07.2019, 05:36 Uhr | dpa

Hamburger Hochschule als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. Hörsaal

Blick in einen Hörsaal der Universität Hamburg. Foto: Ulrich Perrey/Archivbild (Quelle: dpa)

Jubel, Konfetti und Sekt in der Universität Hamburg: Die Hochschule ist nun eine Exzellenzuniversität - die einzige in Norddeutschland. Am Freitag fiel in Bonn die Entscheidung, dass die Hochschule der Hansestadt ebenso wie neun weitere deutsche Universitäten und ein Universitätsverbund diesen begehrten Titel tragen darf. Dies teilte der Hamburger Uni-Präsident Dieter Lenzen kurz vor der offiziellen Bekanntgabe vor rund 150 Gästen in der Universität mit. Anschließend verfolgten sie per Live-Stream die Verkündung der Namen in Bonn.

Unter den Gästen war auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD): "Herzlichen Glückwunsch, ein großartiger Erfolg", sagte er. "Die Universität hat sich den internationalen Gutachtern in ihrem 100. Jubiläumsjahr als eine topmoderne Einrichtung der Forschung und Lehre präsentiert." Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) wirkte in der Auswahlkommission mit. "Diese Entscheidung macht auch etwas mit der Stadt - fördert das Selbstvertrauen und das Selbstverständnis als Wissenschaftsmetropole", teilte sie anschließend mit.

19 Hochschulen waren in dem drei Jahre langen Bewerbungs- und Auswahlprozess übrig geblieben. Gefördert werden einzelne Unis mit jährlich 10 bis 15 Millionen Euro. 24 Vorhaben sollen damit in Hamburg umgesetzt werden, darunter Stipendien für Postdocs, zwei Professuren sowie die Koordination für einen Studiengang "Liberal Arts". "Wir freuen uns unglaublich", sagte Lenzen. Der Reputationsgewinn für die Universität und die Stadt sei groß. Die UHH erhielt den Status einer Exzellenzuniversität zum ersten Mal. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ging leer aus.

Die Uni Hamburg (UHH) konkurrierte im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens mit 17 anderen Universitäten und zwei Universitätsverbünden - darunter auch zehn von elf Exzellenzunis der zu Ende gehenden Förderperiode. Ausgewählt wurden neben der UHH die Rheinisch-Westfälische Technische Universität Aachen, der Berliner Verbund aus Freier Universität, Humboldt-Universität und Technischer Universität, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die Technische Universität Dresden, die Universität Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie, die Universität Konstanz, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Technische Universität München und die Eberhard Karls Universität Tübingen.

Der Allgemeine Studierendenausschuss Hamburg (AStA) sprach zwar Glückwünsche aus, äußerte aber auch Kritik: "Trotz aller Freude: Wissenschaft ist ein Dialog, den man miteinander führt - und nicht gegeneinander", sagte der Vorsitzende Karim Kuropka. Der AStA befürchtet, "dass durch die Exzellenzstrategie ein Zwei-Klassen-System etabliert wird, das einerseits zu hoch spezialisierten Leuchtturmuniversitäten und andererseits zu Massenabfertigungsunis führt". Gebraucht werde flächendeckend eine gute Finanzierung.

2006 wurde der Titel "Exzellenzuniversität" zum ersten Mal verliehen. Die neue Förderphase beginnt im November. Bund und Länder stellen jährlich insgesamt 148 Millionen Euro bereit - zunächst bis 2026. 75 Prozent übernimmt nach Angaben des Bundesbildungsministeriums der Bund, 25 Prozent das jeweilige Bundesland. "Hamburgs Universität stand lange im Schatten anderer Hochschulen in Deutschland und der Welt, das ändert sich jetzt", sagte der FDP-Abgeordnete Daniel Oetzel.

Die Universität Hamburg hatte bei der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern im vergangenen Herbst bereits vier mit Millionensummen geförderte Exzellenzcluster - vom Bund besonders ausgestattete Forschungsvorhaben - abgeräumt.

In der diesjährigen "Exzellenzkommission" saßen insgesamt 39 internationale Vertreter aus der Wissenschaft, außerdem die Bundesbildungsministerin und die Bildungs- und Forschungsminister der 16 Bundesländer.

"Letztlich wird Hamburg als Innovations- und Wissenschaftsstandort durch die Exzellenzuniversität national aber vor allem auch international besser wahrgenommen und deutlich sichtbarer werden", sagte der Vizepräses der Handelskammer Hamburg, André Mücke. Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Carsten Ovens erklärte, die Entscheidung sei ein wichtiges Signal für den Standort Hamburg. "Viel zu lange hat sich die Politik unserer Stadt darauf beschränkt, die Entwicklung der Hafenmetropole Hamburg zu diskutieren", meinte er.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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