Sie sind hier: Home > Regional > Hamburg >

Ohnsorg-Intendant Lang zu Untertiteln: "wenig sinnvoll"

Hamburg  

Ohnsorg-Intendant Lang zu Untertiteln: "wenig sinnvoll"

22.08.2019, 07:45 Uhr | dpa

Ohnsorg-Intendant Lang zu Untertiteln: "wenig sinnvoll". Michael Lang

Der Intendant des Ohnsorg-Theaters, Michael Lang, steht vor dem Eingang des Theaters. Foto: Daniel Bockwoldt (Quelle: dpa)

So mancher Besucher des Hamburger Ohnsorg-Theaters wird sie sich schon gewünscht haben: Untertitel. Für den Intendanten des plattdeutschen Theaters kommen sie dennoch nicht in Frage, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Natürlich wird diese Frage immer wieder ernsthaft diskutiert. Wir glauben allerdings, dass es - zum Beispiel im Vergleich zur Oper - wenig sinnvoll ist, die Texte beispielsweise von Komödien zu übertiteln", sagte Michael Lang dazu.

Die ausschließlich mit norddeutschem Dialekt aufgeführten Stücke des Ohnsorg-Theaters lebten vom gesprochenen Wortwitz und der entsprechenden Haltung und Mimik der Schauspieler. "Man stelle sich vor, eine Pointe wird verbal "abgefeuert", die eine Hälfte im Saal lacht darüber, die andere Hälfte muss den Text erst lesen - und kann dann lachen."

Zudem würden die Dialoge oft mit hohem Tempo geführt, "da kommt man mit dem Lesen kaum hinterher". Und letztlich wünscht sich das Theater, dass die Zuschauer die Künstler und seine Darstellung sehen und nicht nur auf die Übertitel starren. Er ist davon überzeugt, dass durch einen spielerischen, undogmatischen und lebendigen Umgang mit der plattdeutschen Sprache die vermeintlichen Sprachbarrieren besser überwunden werden können. Von der kommenden Saison an will das Theater außerdem immer donnerstags vor der Vorstellung eine stückbezogene Einführung in die plattdeutsche Sprachwelt anbieten, wie Lang verriet.

Am 25. August startet das Haus mit "En Mann mit Charakter" in die neue Saison. Das Ohnsorg-Theater gibt es seit mehr als 100 Jahren und ist in der deutschen Theaterlandschaft eine Institution. Zu den Stars des Theaters gehörten Heidi Kabel und Henry Vahl. Seit 2011 ist die plattdeutsche Spielstätte direkt am Hamburger Hauptbahnhof zu finden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage


shopping-portal