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Kritik an Tschentscher-Idee für kostenlose Schülertickets

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Kritik an Tschentscher-Idee für kostenlose Schülertickets

24.08.2019, 15:42 Uhr | dpa

Kritik an Tschentscher-Idee für kostenlose Schülertickets. Peter Tschentscher

Peter Tschentscher. Foto: Daniel Reinhardt/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Vorschlag von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), in der nächsten Legislatur schrittweise einen kostenlosen Nahverkehr für Schüler anzubieten, ist bei den Grünen und der CDU auf Kritik gestoßen. Der Vorsitzende der Grünen Bürgerschaftsfraktion, Anjes Tjarks, sagte am Samstag, der Vorschlag sei nicht zielführend. Bei Tarifüberlegungen müsse das Familieneinkommen maßgebend sein. "Dabei sollte man berücksichtigen, dass Menschen mit mittlerem bis geringem Einkommen viel stärker auf Busse und Bahnen angewiesen sind und sie auch tatsächlich häufiger nutzen", sagte er.

Zudem würden mit den Schülern gerade die auf umsonst gestellt, die mit 30 Prozent den mit Abstand höchsten Radverkehrsanteil von allen Personengruppen haben. Schüler würden meist kurze Wege fahren, die mit dem Fahrrad schneller und bequemer zurückzulegen sind. "Mit der Kostenfreiheit für sie wird also in der Tendenz nicht der Umstieg vom Auto in den Bus, sondern vom Rad in den Bus gefördert." Tjarks kündigte für den Herbst einen eigenen Vorschlag zur Weiterentwicklung des HVV-Preissystems an.

Für den verkehrspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Dennis Thering, ist Tschentschers Vorschlag ein "durchschaubares Wahlkampfmanöver". Die Entlastung dürfe es nicht erst in fünf Jahren geben. Zudem müssten andere Gruppen wie Praktikanten, Familien oder Senioren im öffentlichen Nahverkehr finanziell entlastet werden.

Tschentscher hatte am Freitag beim SPD-Landesparteitag gesagt, dass Schüler die einzige Gruppe seien, die über kein Einkommen verfüge. Der kostenfreie Nahverkehr für sie entspreche dem Willen der SPD, "wirklich eine familienfreundliche Stadt zu sein". Die SPD ging bei der Einführung des kostenlosen Schülertickets in der Endstufe, also am Ende der kommenden Legislatur 2025, von jährlichen Kosten von etwa 50 Millionen Euro im Jahr aus.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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