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Rechtsmediziner-Kongress in Hamburg

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Rechtsmediziner-Kongress in Hamburg

17.09.2019, 17:01 Uhr | dpa

Rechtsmediziner-Kongress in Hamburg. Rechtsmediziner Klaus Püschel

Der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin in Hamburg, Klaus Püschel. Foto: Christian Charisius/Archivbild (Quelle: dpa)

Mehr als 400 Rechtsmediziner aus dem In- und Ausland kommen am Mittwoch (9.00 Uhr) zu einem Kongress an der Universität Hamburg zusammen. Auf der Internationalen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin geht es um neue Methoden zur Aufklärung von Verbrechen, die Untersuchung von Gewaltopfern und besonders spektakuläre Einsätze im In- und Ausland, wie das Universitätsklinikum Eppendorf mitteilte. Auf dem Programm stehen mehr als 200 Vorträge und Workshops.

Eine Expertin aus der Schweiz berichtet über ihre Arbeit zur Aufklärung der Massaker von Katyn im Jahr 1940 und des Flugzeugabsturzes von Smolensk. Bei dem Unglück im Jahr 2010 waren der damalige polnische Präsident Lech Kaczynski und über 90 weitere hochrangige Polen ums Leben gekommen. An dem Vortrag seien auch zwei polnische Rechtsmediziner beteiligt, sagte der Organisator des Kongresses, Prof. Sven Anders.

Berliner Rechtsmediziner schildern ihre Untersuchungen nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt und auf eine deutsche Touristengruppe in Istanbul im Jahr 2016. Ein Hamburger Mediziner spricht über ethische Fragen im Zusammenhang mit menschlichen Körperteilen in wissenschaftlichen Sammlungen und Museen.

Die Experten tauschen sich auch über bildgebende Verfahren aus, die heute zum Teil schon die Sektionen von Leichen ersetzen. Ein weiteres Thema ist die Altersbestimmung von nicht identifizierten Verstorbenen. Rechtsmediziner aus Leipzig und Frankfurt/Main werden ihre Erkenntnisse aus der Insektenkunde beisteuern. Insekten können in der forensischen Medizin wichtige Hinweise bei der Todeszeitpunktbestimmung geben, erklärte eine Sprecherin des Universitätsklinikums.

Tagungspräsident Prof. Klaus Püschel ist Leiter des Hamburger Instituts für Rechtsmedizin, an dem jährlich etwa 1500 Obduktionen gemacht werden. In einer Ambulanz für Opfer körperlicher Gewalt und in einem Kinder-Kompetenzzentrum untersuchen die Hamburger Mediziner pro Jahr mehr als 2300 Betroffene.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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