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Hamburg: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Tierversuchslabor wegen Misshandlung

Vorwurf der Misshandlung  

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Tierversuchslabor bei Hamburg

18.10.2019, 12:07 Uhr | dpa

 (Quelle: Euronews German)

"Methoden aus dem 19. Jahrhundert": So flächendeckend schätzen Tierschützer das Problem hinter den Tierversuchen bei Hamburg ein. (Quelle: Euronews German)

Tierversuche bei Hamburg: "Methoden aus dem 19. Jahrhundert"

Nach der Veröffentlichung heimlich in einem Versuchslabor aufgenommener Aufnahmen sprechen die Tierschützer gegenüber Euronews von "flächendeckenden Problemen bei Tierversuchen". (Quelle: Euronews German)


"Methoden aus dem 19. Jahrhundert": So flächendeckend schätzen Tierschützer das Problem hinter den Tierversuchen bei Hamburg ein. (Quelle: Euronews German)


In einem Versuchslabor bei Hamburg sollen Tiere schwer misshandelt worden sein. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen das Unternehmen in Mienenbüttel. Tierschützer wollen vor dem Betrieb protestieren und fordern dessen Schließung.

Nach Vorwürfen der Misshandlung von Versuchstieren in einem Labor bei Hamburg hat die zuständige Staatsanwaltschaft Stade Ermittlungen aufgenommen. Das bestätigte ein Sprecher. Die Dauer der Ermittlungen sei schwer abzuschätzen. "Das ist ja ein Fall, der nicht alltäglich ist", sagte Sprecher Johannes Kiers.

Tierschützer prangern an, dass in einem Labor der Firma LPT im niedersächsischen Mienenbüttel Hunde, Affen und Katzen bei Versuchen gesetzeswidrig misshandelt werden. Ein Aktivist hatte sich dort als Mitarbeiter eingeschlichen. Die Anzeigen in Stade stammen unter anderem von der Organisation Soko Tierschutz, dem Landkreis Harburg und vom niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz (Laves).

Erstmals reagierte das angegriffene Unternehmen Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Bei der aktuellen Untersuchung kooperieren wir vollumfänglich mit den Behörden", teilte die Firma mit. Weiter wolle man sich zu den Untersuchungen nicht äußern.

Zu den Versuchen hieß es, man führe im Zuge der Arzneimittelzulassung Auftragsstudien für Kunden durch. "Dabei handelt es sich um präklinische Prüfungen einer Substanz auf Toxizität, bevor diese in die klinische Prüfung geht, das heißt, am Menschen getestet wird."


Für Samstag haben Tierschützer zu einer Demonstration am Firmensitz aufgerufen. Sie fordern seit Jahren, den Betrieb stillzulegen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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