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Lucke zu Tumulten im Hörsaal: AStA macht Opfer zu Tätern

Hamburg  

Lucke zu Tumulten im Hörsaal: AStA macht Opfer zu Tätern

19.10.2019, 08:34 Uhr | dpa

Lucke zu Tumulten im Hörsaal: AStA macht Opfer zu Tätern. AfD-Mitgründer Lucke hält erste Uni-Vorlesung

Bernd Lucke versucht an der Universität Hamburg eine Vorlesung zu halten. Foto: Markus Scholz/dpa (Quelle: dpa)

Nach den Protesten bei einer Vorlesung des AfD-Mitbegründers Bernd Lucke an der Universität Hamburg hat der Professor der Studierendenvertretung AStA vorgeworfen, sie verkläre die Vorfälle. Der AStA entziehe sich seiner Verantwortung, indem er in grotesker Weise die Opfer zu Tätern mache, kritisierte Lucke am Samstag. Ein Gespräch nur mit den Vertretern des AStA sei auf dieser Basis nicht sinnvoll. "Wenn der AStA aber eine Veranstaltung organisiert, die für alle Studierenden geöffnet ist, werde ich gerne die Kritik des AStA widerlegen und allen Fragestellern Rede und Antwort stehen."

Der AStA hatte am Freitag unter anderem moniert, Lucke habe die sowieso schon angespannte Situation am Mittwoch noch einmal angeheizt, als er das Podium verlassen und zwischen Studierenden im Auditorium Platz genommen habe. Lucke habe die Studierenden als Schutz benutzt. Der AStA betonte, nicht zu den Störungen im Hörsaal aufgerufen zu haben. Man habe vorher lediglich eine Kundgebung organisiert, bei der es darum gegangen sei, "dass darüber diskutiert wird, wer sich hier nach einer gescheiterten Politkarriere in den Universitätsbetrieb zurückzieht".

Lucke war bei der ersten Vorlesung nach seiner Rückkehr an die Universität als "Nazi-Schwein" beschimpft, körperlich bedrängt und am Reden gehindert geworden. An dem Protest beteiligt waren auch Mitglieder der "Antifaschistischen Aktion" (Antifa).

Der Volkswirtschaftler und Euro-Kritiker Lucke war 2013 maßgeblich an der Gründung der AfD beteiligt. 2014 hatte er sich von der Uni Hamburg beurlauben lassen, um als Berufspolitiker für die AfD ins Europaparlament zu wechseln. Nachdem er 2015 im Streit um eine stärker nationalkonservative Ausrichtung der Partei als AfD-Bundessprecher abgelöst worden war, hatte er die Partei verlassen und fremdenfeindliche Tendenzen angeprangert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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