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E-Scooter: Was mit den Rollern im Herbst passiert

Hamburg  

E-Scooter: Was mit den Rollern im Herbst passiert

19.10.2019, 10:11 Uhr | dpa

E-Scooter: Was mit den Rollern im Herbst passiert. E-Tretroller

E-Tretroller stehen auf einem Fußweg. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

So langsam hat sich Deutschland an die neuen Elektro-Tretroller auf seinen Straßen gewöhnt - da ist deren Hochsaison auch schon vorbei. Wer dem Wetter trotzen und die E-Tretroller auch in der kalten, dunklen Jahreszeit zur Fortbewegung nutzen will, sollte einiges beachten.

Werden genau so viele E-Scooter auf den Straßen sein wie im Sommer?

Alle Anbieter wollen ihren Betrieb das ganze Jahr über aufrecht erhalten, trotzdem dürften insgesamt etwas weniger E-Scooter auf den Straßen unterwegs sein. Lime und Voi wollen annähernd gleich viele Roller auf den deutschen Straßen bereitstellen, bei Circ, Tier und Bird wird die Flotte kleiner sein als im Sommer. Es brauche aber eine Mindestmenge an Scootern in den Städten, damit das mobile Konzept aufgehe, sagt Tier-Sprecher Bodo von Braunmühl. Wenn man als Nutzer kilometerweit bis zum nächsten Scooter laufen müsse, funktioniere das Geschäftsmodell nicht mehr.

Sind die Gefährte überhaupt winterfest?

Wenn man die Anbieter fragt, prinzipiell schon. Die Marke Tier will ab November deutschlandweit einen "Winter-Scooter" einführen, der "mit einem größeren Vorderrad, Hinterradantrieb und einem höheren Gewicht für deutlich bessere Bodenhaftung sorgt, mit rutschigem Untergrund deutlich besser zurecht kommt und eine verbesserte Bremsleistung aufweist", sagt der Tier-Sprecher. Auch das Licht des Scooters sei auf die dunkle Jahreszeit angepasst und die Batterien abnehm- und leichter auswechselbar. Die Firma Voi antwortet, ihr neuestes Modell sei mit Allwetterreifen ausgestattet. Bird teilt mit, das in Deutschland verwendete Scooter-Modell sei auf die hiesigen Wetterbedingungen angepasst.

Und bei Herbststurm, Schnee und Glätte?

Da man eine App auf dem eigenen Smartphone braucht, um einen E-Scooter auszuleihen, können die Anbieter diesen Service kurzfristig sperren. So könne man "ohne Probleme auf Extremwetterlagen wie Glatteis und Schnee reagieren", sagt Christian Geßner von Bird. Das Unternehmen analysiere ohnehin das Wetter, um die Anzahl der zu bereitsstellenden Scooter für den jeweils nächsten Tag zu errechnen. Über die App kann auch gesteuert werden, wo die Scooter nicht abgestellt werden dürfen - weil die Fahrt dort dann einfach nicht per App beendet werden kann. So können auch kurzfristig Fahrverbotszonen eingerichtet werden. Diese würden in "Absprache mit der Stadt Hamburg definiert", sagt Tier-Sprecher von Braunmühl, zum Beispiel für den Weihnachtsmarkt. Geßner erklärt, man stehe "in direktem Kontakt" mit der Polizei, der Stadt und dem Handel.

Laufen die Akkus überhaupt noch bei Kälte?

Heutige Lithium-Ionen-Akkus haben mit Temperaturen bis zu minus 15 Grad keine größeren Probleme, wie Lars Zemke vom Bundesverband Elektrokleinstfahrzeuge sagt. "Da während der Fahrt der Akku Wärme entwickelt, ist Fahren immer die ideale Situation im Winter." Teilweise gehen die Anbieter trotzdem von kürzeren Laufzeiten der Akkus aus, wenn die Temperaturen länger um den Gefrierpunkt bleiben.

Was kann man selbst tun?

Vorsichtig sein - und vor der Abfahrt prüfen, ob das Wetter scooter-tauglich ist. "Speziell in Bereichen mit Kopfsteinpflaster ist mit einem erhöhten Risiko bei Reif oder Glätte zu rechnen", sagt Zemke. Der Tüv-Verband warnt außerdem vor nassem Laub. Wenn es später hell und früher dunkel wird, ist es noch wichtiger, auf Sichtbarkeit zu achten. Die Polizei empfiehlt: "Helle Kleidung und am besten eine Warnweste." Die Experten raten auch zum Helmtragen. Der Tüv-Verband schlägt vor, Vermieter sollten direkt beim Ausleihen Helme bereitstellen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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