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Bei Hamburg: Seniorin aus Halstenbek ist Ziehmutter Dutzender Igelbabys

Bereits 30 Tiere ausgewildert  

Seniorin zieht Dutzende Igelbabys groß

24.10.2019, 08:23 Uhr | dpa

81-Jährige ist Ziehmutter für Igelbabys

So viele wie in diesem Jahr waren es noch nie. 79 Igel päppelt eine Rentnerin aus der Nähe von Hamburg gleichzeitig im Wohnzimmer auf. Eine Menge Arbeit für die gelernte Krankenschwester.(Quelle: dpa)

Stacheliges Hobby: Diese 81-Jährige ist Ziehmutter für zahlreiche Igelbabys. (Quelle: dpa)


Dutzende Igel leben mit Ingeborg Bauermeister unter einem Dach. Die Seniorin hat es sich zur Aufgabe gemacht, Igel aufzupäppeln und großzuziehen. Und das bereits seit 20 Jahren.

Gleich 79 Igel päppelt Ingeborg Bauermeister aus Halstenbek im Kreis Pinneberg bei Hamburg zurzeit gleichzeitig auf. In ihrem Wohnzimmer stehen dicht gedrängt Kartons mit den jungen Tieren. "Wichtig ist nur, dass der Tisch, die Couch, und meine beiden Sessel frei sind", sagte die 81-Jährige der Deutschen Presse-Agentur lachend. Diese Situation wiederholt sich jeden Herbst. Denn "ich bin die Baby-Station". Die Igel bekommt die gelernte Krankenschwester nicht nur aus Schleswig-Holstein, "auch aus Hamburg und Cuxhaven".

Seit 20 Jahren kümmert sich die Schleswig-Holsteinerin um Igel. Doch so voll wie jetzt sei es bei ihr noch nie gewesen. Die Igel "wurden dieses Jahr auch sehr spät geboren. Ich hab jetzt noch zwei mit der Flasche zu füttern. Die sind so klein, die haben noch keine Zähne. Das hab ich noch nie erlebt im Oktober", sagte Bauermeister.

Ein Igelbaby wird mit der Flasche gefüttert: Die Rentnerin ist Ziehmutter von Dutzenden Igeln. (Quelle: dpa/Daniel Bockwoldt)Ein Igelbaby wird mit der Flasche gefüttert: Die Rentnerin ist Ziehmutter von Dutzenden Igeln. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa)

Säuglinge alle vier Stunden füttern

Das Aufpäppeln der kleinen Igel bedeutet viel Arbeit. "Ich fange morgens um 7 Uhr mit Saubermachen an, und bin um halb eins fertig. Punkt drei fange ich an zu füttern, dann bin ich halb sieben mit allem fertig", sagte sie. "Außerdem muss ich noch alle vier Stunden die Säuglinge füttern."


Bis Dezember muss sie sich ihr Wohnzimmer noch mit den Stachelhäutern teilen. Wer bis dahin mindestens 350 Gramm auf die Waage bringe, werde in naturnahen Gärten ausgewildert. "In diesem Jahr habe ich bestimmt schon 30 Igel ausgewildert." Die anderen ziehen um in den kühlen Keller zum Überwintern. Zuvor hatten Medien berichtet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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