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Hamburg: Stadträder werden seit Einführung der E-Scooter weniger genutzt

Verkehsbehörde sieht keinen Trend  

Stadträder werden seit Einführung der E-Scooter weniger genutzt

05.11.2019, 12:33 Uhr | dpa

Hamburg: Stadträder werden seit Einführung der E-Scooter weniger genutzt. Zahlreiche Stadträder stehen an einer Verleihstation: Die Stadt Hamburg will die Flotte weiter ausbauen. (Quelle: dpa/Daniel Reinhardt/Archiv)

Zahlreiche Stadträder stehen an einer Verleihstation: Die Stadt Hamburg will die Flotte weiter ausbauen. (Quelle: Daniel Reinhardt/Archiv/dpa)

Seit dem Sommer sind E-Scooter in Hamburg verfügbar. Seither ging die Zahl der ausgeliehenen Stadträder deutlich zurück. Doch die Stadt kündigt einen weiteren Ausbau der Leihrad-Flotte an.

Seit der Einführung der Miet-Elektro-Tretroller in Hamburg sind weniger Stadträder ausgeliehen worden. Das geht aus der Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Heike Sudmann hervor. So gab es in den Monaten Juli bis September knapp 89.000 Ausleihen weniger als im Vorjahreszeitraum. Seit Juni sind verschiedene Anbieter mit E-Scootern zur Miete in Hamburg am Markt.

Nach ersten Erkenntnissen der Verkehrsbehörde werden mit jedem E-Scooter durchschnittlich drei Fahrten pro Tag absolviert. "Die durchschnittlich zurückgelegte Distanz pro Fahrt liegt bei etwa zwei Kilometern", heißt es in der Senatsantwort, über die am Dienstag zuvor der NDR berichtet hatte. Die Dauer einer Fahrt belaufe sich auf circa elf Minuten.

Linke-Politikerin bezeichnet E-Scooter "als rollenden Unsinn"

"Die Zahlen des Senats widerlegen die aberwitzige Behauptungen, mit den E-Tretrollern könnte auch die Autonutzung reduziert werden", sagte Sudmann. Die kurzen Fahrtstrecken zeigten, "dass die Roller nur die umweltfreundlichsten Verkehrsmittel, nämlich das Zufußgehen und Radfahren, ersetzen".

Sie bezeichnete die E-Scooter als "rollenden Unsinn mit Batterieantrieb", der nichts mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu tun habe. Für das Gelingen der Verkehrswende brauche es "eine massive Förderung des Verkehrs mit Bus, Bahn, Fuß und Rad."

Hamburg will Stadtrad-Flotte ausbauen

Die Verkehrsbehörde will in den Zahlen keinen Trend erkennen. "Das Stadtrad wird sehr gut genutzt, die Ausleihzahlen sind hoch", sagte ein Sprecher. Seit der Flottenumstellung zum 1. Februar 2019 habe es bis jetzt rund 2,3 Millionen Ausleihvorgänge mit einer durchschnittlichen Ausleihzeit von 23 Minuten gegeben.


In Hamburg gebe es aktuell 229 Stadtrad-Stationen mit 4.381 Andockplätzen. "Das Stadtrad ist konkurrenzlos günstig, weil die meisten Fahrten kostenlos sind", sagte der Sprecher und kündigte einen weiteren Ausbau der Flotte an. "Das Stadtrad ist äußerst beliebt, und das wird auch so bleiben."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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