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Hamburg: Umstrittenes Tierversuchslabor soll dicht gemacht werden

Laut internem Schreiben  

Umstrittenes Tierversuchslabor bei Hamburg macht dicht

12.11.2019, 12:27 Uhr | t-online.de, ags

 (Quelle: Euronews German)

"Methoden aus dem 19. Jahrhundert": So flächendeckend schätzen Tierschützer das Problem hinter den Tierversuchen bei Hamburg ein. (Quelle: Euronews German)

Tierversuche bei Hamburg: "Methoden aus dem 19. Jahrhundert"

Nach der Veröffentlichung heimlich in einem Versuchslabor aufgenommener Aufnahmen sprechen die Tierschützer gegenüber Euronews von "flächendeckenden Problemen bei Tierversuchen". (Quelle: Euronews German)


"Methoden aus dem 19. Jahrhundert": So flächendeckend schätzen Tierschützer das Problem hinter den Tierversuchen bei Hamburg ein. (Quelle: Euronews German)


Einem Labor in Neu Wulmstorf bei Hamburg wurde Tierquälerei vorgeworfen. Tierschützer demonstrierten, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Nun soll das Tierversuchslabor offenbar dicht gemacht werden. 

Das Tierversuchslabor Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) bei Hamburg soll Ende Februar 2020 geschlossen werden, wie der NDR berichtet. Dem Sender liegt ein internes Schreiben der Firma im Neu Wulmstorf Mienenbüttel vor. Diese hat sich offenbar mit der zuständigen Behörde verständigt und beschlossen, die Tests mit Hunden, Katzen und Affen zu beenden.

Dutzende Affen abtransportiert

Eine Studie mit Affen wird bis zur Schließung noch durchgeführt. Sie wurde von der Firma Merck beauftragt. Zuvor wurde bekannt, dass die Firma bereits Tiere an ihre Lieferanten zurückgegeben hat.

Vergangene Woche sollen 76 Affen aus dem Labor abtransportiert worden sein, bestätigte ein Sprecher der Firma der Nachrichtenagentur dpa am Montag. Nach Informationen von Tierschützern wurden die Affen in die Niederlande gebracht. Das Labor hat sich nicht dazu geäußert, wohin genau die Tiere kommen.

Das Labor wurde von Tierschützern angeprangert und bekam landesweite Aufmerksamkeit. Die Firma LPT soll bei Versuchen Tiere gesetzeswidrig misshandelt haben. Ein Aktivist hatte sich dort als Mitarbeiter eingeschlichen. Daraufhin wurden Anzeigen gegen das Labor erstattet, unter anderem von der Organisation Soko Tierschutz, dem Landkreis Harburg und vom niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz (Laves). Die Staatsanwaltschaft ermittelt seitdem.


Währenddessen fordern Tierschützer weiterhin die Schließung des Labors und die Übergabe der Tiere. Am 16. November wollen Tierschutzgruppen in Hamburg dafür auf die Straße gehen.

Verwendete Quellen:
  • NDR
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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