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Tod von Baby Mohamed: Haftstrafen für Eltern gefordert

Hamburg  

Tod von Baby Mohamed: Haftstrafen für Eltern gefordert

19.11.2019, 16:32 Uhr | dpa

Tod von Baby Mohamed: Haftstrafen für Eltern gefordert. Der Eingang des Strafjustizgebäudes in Hamburg

Der Eingang des Strafjustizgebäudes in Hamburg. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Im Prozess um den Tod des Babys Mohamed hat die Hamburger Staatsanwaltschaft Haftstrafen für die Eltern gefordert. Wegen Totschlags durch Unterlassen sei der 34 Jahre alte Vater zu zwei Jahren und zehn Monaten Gefängnis zu verurteilen, erklärte die Anklagebehörde am Dienstag nach Angaben der Gerichtspressestelle. Für die 33-jährige Mutter lautete der Strafantrag wegen des gleichen Vorwurfs zwei Jahre und sechs Monate.

Das zweieinhalb Monate alte Baby war bei seinem Tod am 13. November 2017 bis auf die Knochen abgemagert und wog nur noch 2823 Gramm - weniger als bei seiner Geburt. Normal wären laut Gutachtern 4,7 Kilogramm gewesen. Die Mutter soll das Kind regelmäßig gestillt haben. Doch entweder habe die Menge der Milch nicht ausgereicht oder sie habe nicht genug Kalorien enthalten, hieß es in der Anklage.

Der Junge erkrankte an einer Dickdarmentzündung, litt unter Durchfall. Dennoch sollen die Eltern ihn nicht zum Arzt gebracht haben. Schließlich starb das Kind an Kreislaufversagen. Der marokkanische Vater und die in Kasachstan geborene Mutter mit deutscher Staatsangehörigkeit haben noch sechs weitere Kinder.

Zunächst hatte das Verfahren vor dem Amtsgericht begonnen, weil die Anklage auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen lautete. Der dann erhobene Vorwurf des Totschlags durch Unterlassen kann sehr viel härter bestraft werden und muss darum vor einer Strafkammer des Landgerichts verhandelt werden. Beim Prozessauftakt am 30. September war die Öffentlichkeit nach Verlesung der Anklageschrift ausgeschlossen worden. Das Urteil könnte am 29. November verkündet werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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