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Hamburg: Vater des Auftraggebers nach Schüssen auf Rockerboss festgenommen

Sohn gab den Auftrag  

73-Jähriger wegen Mordkomplott gegen Rocker festgenommen

21.11.2019, 12:50 Uhr | dpa

Hamburg: Vater des Auftraggebers nach Schüssen auf Rockerboss festgenommen. Polizisten stehen neben einem Auto an der Reeperbahn: Mehr als ein Jahr nach den beinahe tödlichen Schüssen auf einen Rockerboss in Hamburg ist nun der Vater des mutmaßlichen Auftraggebers festgenommen worden. (Quelle: dpa/Mücahid Güler)

Polizisten stehen neben einem Auto an der Reeperbahn: Mehr als ein Jahr nach den beinahe tödlichen Schüssen auf einen Rockerboss in Hamburg ist nun der Vater des mutmaßlichen Auftraggebers festgenommen worden. (Quelle: Mücahid Güler/dpa)

Ein 73-Jähriger wurde in Hamburg-Jenfeld von der Polizei festgenommen, weil er für einen Mordversuch in der Rockerszene mitverantwortlich sein soll. Sein Sohn ist bereits zuvor verurteilt worden.

Mehr als ein Jahr nach den beinahe tödlichen Schüssen auf einen Rockerboss in Hamburg ist nun der Vater des mutmaßlichen Auftraggebers festgenommen worden.

"Ihm wird vorgeworfen, an den Planungen beteiligt gewesen zu sein", sagte eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Der 73-Jährige werde sich deshalb wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes und gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten müssen.

Vor wenigen Monaten war auch der mutmaßliche Schütze in Bulgarien festgenommen worden. Beide sollen nun gemeinsam angeklagt werden, sagte die Sprecherin weiter. Der 73-jährige Deutsch-Afghane war der Polizei zufolge am Mittwochmittag im Stadtteil Jenfeld festgenommen worden.

Rachemord aus Gefängnis beauftragt

Sein 29 Jahre alter Sohn war Anfang Juni wegen versuchten Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Die Strafkammer war davon überzeugt, dass der Angeklagte aus dem Gefängnis heraus, aus Rache, den Mord an dem Rockerboss in Auftrag gegeben hatte.

Im Sommer 2018 war das Opfer kurz vor Mitternacht am Millerntorplatz an einer Ampel in seinem Auto mit fünf Schüssen lebensgefährlich verletzt worden. Das Auto, aus dem heraus geschossen wurde, hatte die Freundin des Angeklagten gefahren. Auch die 25-Jährige wurde bereits verurteilt.


Der im Juni beendete Prozess gegen den Auftraggeber wird indes wegen eines Rechenfehlers vermutlich neu aufgerollt werden. Die zuständige Strafkammer hatte die schriftliche Urteilsbegründung einen Tag zu spät auf der Geschäftsstelle des Gerichts vorgelegt. Der Bundesgerichtshof hat dazu noch keine Entscheidung bekannt gegeben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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