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Hamburg: Stadt verbietet Silvester-Feuerwerk an der Binnenalster

"Problematische Entwicklung"  

Hamburg verbietet Böller an Binnenalster

05.12.2019, 08:54 Uhr | dpa

Hamburg: Stadt verbietet Silvester-Feuerwerk an der Binnenalster. Feuerwerk rund um die Binnenalster in Hamburg: So soll es in diesem Jahr dort nicht aussehen. (Quelle: imago images/STPP/Archiv)

Feuerwerk rund um die Binnenalster in Hamburg: So soll es in diesem Jahr dort nicht aussehen. (Quelle: STPP/Archiv/imago images)

Die Stadt Hamburg zieht Konsequenzen aus den vergangenen Jahren: Rund um die Binnenalster dürfen zu Silvester keine Feuerwerkskörper gezündet werden. Immer wieder kam es dort zu Zwischenfällen.

In diesem Jahr wird es am Hamburger Jungfernstieg kein Feuerwerk an Silvester geben. "Wir haben dort eine ziemlich problematische Entwicklung in den vergangenen Jahren", sagte Innensenator Andy Grote (SPD). Durch den unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern und eine immer größeren Zahl an Menschen sei die Gefahr von Verletzungen gestiegen.

Im vergangenen Jahr seien in Hamburg 10.000 Menschen an die Binnenalster gekommen, sagte der Polizeipräsident der Hansestadt, Ralf Martin Meyer. Darunter seien auch viele Familien mit Kindern. "Natürlich spielt auch Alkohol eine Rolle. Es werden Raketen abgeschossen in einer Art und Weise, die nicht sicher ist", sagte Meyer. Im vergangenen Jahr seien fünf Polizisten verletzt worden. Zudem sei ein siebenjähriges Kind im Gesicht verletzt worden, ein 16-Jähriger an der Hand.

Bei aggressiven Reaktionen aus der Menge heraus sei auch die Situation für die Einsatzkräfte schwierig. Daher werde das Feuerwerk rund um die Binnenalster in Hamburg untersagt. Grundlage ist eine Allgemeinverfügung nach dem Gefahrenabwehrgesetz. In einer groß angelegten Informationskampagne will die Polizei über das Verbot informieren. Es gebe Plakate, Flyer in verschiedenen Sprachen und Informationen über das Fahrgastfernsehen in öffentlichen Verkehrsmitteln. "Das Verbot ist nichts Besonderes, das gibt es in vielen Städten", meinte Grote.


Der Jungfernstieg habe sich in den vergangenen Jahren zu einem Kristallisationspunkt entwickelt, rund um die Alster und an den Landungsbrücken gebe es diese Probleme nicht. Wie viele Beamte für die Überwachung des Verbots oder insgesamt in der Silvesternacht im Einsatz sind, wollte Meyer nicht sagen. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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