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Hamburgs erster Duschbus für Obdachlose geht an den Start

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Hamburgs erster Duschbus für Obdachlose geht an den Start

06.12.2019, 01:21 Uhr | dpa

Hamburgs erster Duschbus für Obdachlose geht an den Start. Obdachlosigkeit in Hamburg

Ein Obdachloser liegt am bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in einem Schlafsack unter einer Brücke an der Helgoländer Allee. Foto: Bodo Marks/Archiv (Quelle: dpa)

In Hamburg können sich Obdachlose künftig in einem eigens dafür umgebauten Linienbus duschen, waschen und neu einkleiden. Der Duschbus des gemeinnützigen Projektes GoBanyo soll am Samstag erstmals offiziell an den Start gehen. "Es ist ein angenehmer Raum. Man fühlt sich dort einfach wohl. Es ist würdevoll gemacht und man hat viel Platz", sagte Initiator Dominik Bloh am Freitag in Hamburg bei der Vorstellung des Duschbusses. Bloh war selbst sehr lange obdachlos.

"Immer, wenn ich dreckig war, sind Menschen zu mir auf Distanz gegangen. Und ich habe mich dadurch isoliert gefühlt", so der 31-Jährige. Dadurch seien die beiden Welten nur noch weiter auseinander gedriftet. Er wollte deshalb ein mobiles Fahrzeug mit Duschen entwickeln, das dorthin fährt, wo die Menschen sind, die sie brauchen.

Drei abschließbare Badezimmer und eine Kleiderkammer sind nach dem monatelangen Umbau in dem ausrangierten Linienbus der Hamburger Hochbahn untergebracht. Ein Raum davon ist behindertengerecht und kann mit einem Rollstuhl befahren werden. 140 000 Euro hat der Umbau gekostet. Das und noch mehr Geld hatte GoBanyo im Internet über Crowdfunding einsammeln können.

"Etwa 3500 Spender haben durchschnittlich 50 Euro gespendet. Das waren überwiegend Privatpersonen, die gemeinsam mit uns diesen Bus auf die Straße gebracht haben", sagte GoBanyo-Geschäftsführer Christian Poelmann dazu. "Wir können auf jeden Fall den Betrieb für sechs Monate gewährleisten. Gleichzeitig sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen."

Dank zahlreicher Partner sowie städtischer Unternehmen können Obdachlose künftig an vier Tagen in der Woche für jeweils fünf Stunden an drei festen Standorten den bunten Duschbus nutzen. Am Millerntorstadion, am Hauptbahnhof sowie am Fischmarkt kann sich der zwölf Meter lange Bus dafür an die städtischen Hydranten anschließen. "Wir können 30 Menschen pro Tag duschen lassen", sagte Initator Bloh. Für die Obdachlosen gibt es bei der Nutzung der Badezimmer keine Zeitbegrenzung.

Offiziell gibt es in Hamburg etwa 2000 Obdachlose. Die Dunkelziffer dürfte GoBanyo zufolge aber deutlich höher sein. In Berlin hatte kürzlich ebenfalls ein Duschbus seinen Dienst aufgenommen. Dort richtet sich das Angebot an obdachlose Frauen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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