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Hamburg: So will die Stadt den Nahverkehr revolutionieren

Umstieg auf Bus und Bahn  

Wie Hamburg den Nahverkehr in der Stadt revolutionieren will

12.12.2019, 07:20 Uhr | dpa

Hamburg: So will die Stadt den Nahverkehr revolutionieren. Ein Elektrofahrzeug des Mobilitätsdienstleisters Moia und ein Bus der Hamburger Hochbahn begegnen sich: Die Stadt will den Nahverkehr revolutionieren. (Quelle: dpa/Christian Charisius)

Ein Elektrofahrzeug des Mobilitätsdienstleisters Moia und ein Bus der Hamburger Hochbahn begegnen sich: Die Stadt will den Nahverkehr revolutionieren. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Hamburg will Menschen zum Umsteigen von Auto auf Bus und Bahn motivieren. Die Stadt und der HVV wollen dafür den Nahverkehr verbessern – und haben bereits große Pläne.

Mit den geplanten Bahnlinien U5 und S4, Taktverdichtungen und vor allem mehr Bussen und Haltestellen sollen mehr Menschen in der Metropolregion Hamburg zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel angeregt werden.

"Wir wollen aktiv Angebote machen", sagte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Mittwoch bei der Vorstellung eines auf zehn Jahre angelegten "visionären Plans für die Mobilitätswende". Der Straßenraum sei grenzwertig ausgelastet, ergänzte Tschentscher. "Wir brauchen mehr Kapazität." Einer Stadtbahn erteilte er aber erneut eine Absage. 

"Hamburger Takt" soll kommen

Ziel der HVV-Unternehmen ist es, bis Ende der nächsten Dekade den "Hamburg-Takt" einzurichten. Er sieht vor, dass Menschen innerhalb von fünf Minuten Bus, U- und S-Bahn oder andere Mobilitätsangebote in Anspruch nehmen können.

Bis 2030 soll der Anteil des Nahverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen in Hamburg von derzeit 22 Prozent auf rund 30 Prozent steigen. Durch die angekündigten Maßnahmen sollen jährlich eine Million Tonnen CO2 eingespart werden. 

600 neue Haltestellen

"Es wird schrittweise besser werden", kündigte Tschentscher an. Bis 2030 soll die Zahl der Busse von aktuell 1.500 bei den Verkehrsunternehmen um 750 emissionsfreie Fahrzeuge steigen. Parallel dazu sollen mehr als 600 Haltestellen im HVV-Gebiet geschaffen werden. Für die Umsetzung der Pläne benötigten die Hochbahn und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) rund 2.500 zusätzliche Fahrer, berichtete Hochbahn-Chef Henrik Falk.

Für die Hadag sind zur Fahrgastbeförderung auf der Elbe vier neue Fähren und 22 zusätzliche Mitarbeiter vorgesehen. Tschentscher rechnete bis 2030 mit Investitionen von zusätzlich mehreren hundert Millionen Euro.

Kritik am "visionären Plan" 

Von der Hamburger Opposition kam deutliche Kritik an den Plänen. Die Fraktion der Grünen sprach angesichts der Pläne von einem "Rückenwind für eine grüne Mobilitätswende". Die Partei will am Freitag darlegen, wie sie sich ein neues HVV-Preissystem vorstellt.


Für den Hamburger CDU-Spitzenkandidaten Marcus Weinberg sind diese Pläne rückwärtsgewandt. Zu einer "echten Mobilitätswende" gehörten für die CDU unter anderem ein 365-Euro-Jahresticket, pünktlichere Busse und Bahnen sowie alternative Angebote wie eine MetroTram Altona. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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