Sie sind hier: Home > Regional > Hamburg >

Neue S-Bahn-Station Elbbrücken in Hamburg wird angefahren

Hamburg  

Neue S-Bahn-Station Elbbrücken in Hamburg wird angefahren

14.12.2019, 15:03 Uhr | dpa

Neue S-Bahn-Station Elbbrücken in Hamburg wird angefahren. S-Bahn eröffnet die Station Elbbrücken

Die neue S-Bahn Station Elbbrücken, die seit dem 15.12.2019 für den Fahrgastverkehr geöffnet ist. Foto: Markus Scholz/dpa (Quelle: dpa)

Eine durchfahrende Dampflok begrüßt mit einem Pfeifen die neue S-Bahn-Station "Elbbrücken". Prominenz aus Hamburg, Berlin und der Metropolregion fährt pünktlich mit einem Sonderzug ein - und die Sonne lässt sich zeitweilig auch noch sehen: Besser hätte es nach einem Jahr Bauverzögerung mit der neuen Haltestelle direkt an der Elbe kaum losgehen können. Seit der symbolischen Eröffnung am Samstag können vom Fahrplanwechsel an (Sonntag) Fahrgäste in Hamburg eine weitere Station zum Ein-, Aus- und Umsteigen nutzen.

"Mit dem neuen S-Bahnhof haben wir - der Bund, Hamburg und die Deutsche Bahn gemeinsam - einen leistungsfähigen Nahverkehrsknoten geschaffen", sagte der Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, Ronald Pofalla, bei der Feierstunde. "Das ist ein guter Beitrag zur Klima- und Mobilitätswende."

Die Haltestelle der Linie S3/S31 liegt zwischen den Stationen Hammerbrook und Veddel direkt an der Elbe und hat die Bahn als Betreiber der S-Bahn rund 70 Millionen Euro gekostet - statt geplanter 43 Millionen Euro. 470 S-Bahn-Züge halten hier nun täglich. Die S3 verkehrt via Hamburg zwischen Stade (Niedersachsen) und Pinneberg (Schleswig-Holstein).

"Mit einem architektonisch hochwertigen Bahnhofsgebäude verbindet die S-Bahn an den Elbbrücken jetzt den Hamburger Süden mit der HafenCity und dem zukünftigen Quartier Elbbrücken", sagte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Die S-Bahn-Station sollen möglichst 20 000 Menschen täglich nutzen, vor allem auch zum Umsteigen vor dem überfüllten Hauptbahnhof.

Die junge Haltestelle hat ebenso wie die benachbarte U-Bahn-Station (U4) markante, weithin sichtbare geschwungene Glas-Stahl-Dächer, ein Entwurf der renommierten Hamburger Architekten Gerkan, Marg und Partner. Beide Stationen sind durch eine 70 Meter lange, glasumhüllte Brücke ("Skywalk") verbunden, die über Fernbahngleise und eine Straße führt. Sie sollten vor einem Jahr eigentlich zusammen in Betrieb gehen. Das klappte bei der S-Bahn wegen Schwierigkeiten mit dem Baugrund jedoch nicht, die Bauarbeiten verzögerten sich. Es sei schwierig gewesen, im laufenden Betrieb eine architektonische Meisterleistung hinzubekommen, resümierte der Bürgermeister.

Der SPD-Politiker durfte sich gleich zu einem Vorschlag des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, äußern. Der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Cuxhaven-Stade sieht den Hamburger Hauptbahnhof, der Verkehrsknoten im Norden schlechthin, quasi vorm Infarkt. Neben der zu bauenden S4 nach Bad Oldesloe, um den Hauptbahnhof zu entlasten, brauche es auch einen S-Bahn-Tunnel unter dem Hauptbahnhof. "Wir werden die Zukunft des Nahverkehrs in Hamburg auf der S-Bahn nicht bestehen, wenn wir nicht den Mut haben, dieses gemeinsam zu stemmen", mahnte Ferlemann. Die frei werdenden S-Bahn-Gleise könnten dann für den Regional- und Fernverkehr genutzt werden. Deshalb regte Ferlemann eine Machbarkeitsstudie zum Tunnel an.

Und stieß auf Gehör: "Die Grundidee, visionär zu denken, um die zunehmenden Verkehre vernünftig zu organisieren, halte ich für richtig", sagte DB-Vorstand Pofalla. "Wir werden den Vorschlag vernünftig prüfen."

Auch Hamburgs Bürgermeister zeigte sich angetan: Er begrüße solche mutigen Vorschläge und das Zutrauen, größte Investitionsprojekte umzusetzen. "Der Hauptbahnhof ist ein Nadelöhr für den öffentlichen Nahverkehr in Hamburg", konstatierte auch Tschentscher. Er sei sehr dafür, den Vorschlag "ernsthaft zu prüfen", wenn es die Bereitschaft der Bahn dazu gebe. "Wir haben an der Elbphilharmonie gelernt: Wenn man zu Anfang besser plant und klarer weiß, wohin es gehen soll, wird es erstens günstiger und geht am Ende auch schneller." Das letztlich rund 800 Millionen Euro teure Konzerthaus, das erst mit jahrelanger Bauverzögerung 2017 an den Start ging, wirkt diesbezüglich - in Sichtweite der "Elbbrücken" - wie ein Mahnmal.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal