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Hamburg: Angler entdecken zehn weitere Meerforellen in der Alster

Erster Nachweis seit 100 Jahren  

Angler entdecken zehn weitere Meerforellen in der Alster

16.12.2019, 07:46 Uhr | dpa

Hamburg: Angler entdecken zehn weitere Meerforellen in der Alster. Frank Schlichting hält eine Meerforelle, die er in der Alster bei Duvenstedt gefangen hat: Im Dezember wurden dort weitere Exemplare gefunden. (Quelle: dpa/Robin Giesler/Archivbild)

Frank Schlichting hält eine Meerforelle, die er in der Alster bei Duvenstedt gefangen hat: Im Dezember wurden dort weitere Exemplare gefunden. (Quelle: Robin Giesler/Archivbild/dpa)

Ein Hamburger hat Ende November eine ausgewachsene Meerforelle in der Alster geangelt. Einen solchen Fang gab es seit 100 Jahren nicht mehr. Jetzt zeigt sich: Das war kein Einzelfall.

Angler haben bei Kontrollen zehn weitere ausgewachsene Meerforellen in der Alster bei Poppenbüttel und Wellingsbüttel entdeckt. Ende November wurde erstmals seit über 100 Jahren in der Alster eine ausgewachsene Meerforelle nachgewiesen. "Ein Fisch war ein Indiz, dass es möglich ist, die Meerforelle wieder in die Alster zu bringen. Jetzt haben wir zehn Fische gefangen, die zeigen, dass unsere Erfolgsquote höher ist als erwartet", sagte Frank Schlichting vom Angelverein "Alster". 

Angler Schlichting setzt mit seinem Verein nach eigenen Angaben seit zehn Jahren jährlich 25.000 Brütlinge in Nebenbächen der Alster aus, um die Meerforelle wieder zu etablieren. Seit 2018 wird er dabei mit bis zu 5.000 Euro von der Stadt Hamburg unterstützt. Seinen Angaben nach bleiben die Fische etwa ein Jahr bis zu einer Länge von etwa zehn Zentimetern in den Bächen und ziehen dann in den Alsterlauf. Dort würden sie ein weiteres Jahr leben, bis sie eine Länge von etwa 20 bis 25 Zentimetern erreicht hätten. Schließlich zögen die jungen Meerforellen über die Elbe in die Nordsee, wo sie nach etwa drei Jahren etwa 60 Zentimeter lang und geschlechtsreif werden würden.


Schlichting geht davon aus, dass nur zwischen 0,1 und einem Prozent der 25.000 ausgesetzten Fische die anstrengende Reise zurückschafft. Von denen sei aber noch nie einer gesehen worden – bis zum November. "Ich gehe davon aus, dass wir noch mehr ausgewachsene Forellen flussabwärts finden werden."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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