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Hamburg: Beweismaterial zu Krebsmittel-Betrug sichergestellt

Betrug mit Krebsmedikamenten  

Razzia-Material belastet Apotheker und Ärzte

18.12.2019, 17:51 Uhr | dpa

Hamburg: Beweismaterial zu Krebsmittel-Betrug sichergestellt. Polizisten stehen während einer Kontrolle vor einem Fahrzeug: Bei der Grossrazzia waren über 400 Beamte im Einsatz. (Quelle: dpa/Heimken/Archivbild)

Polizisten stehen während einer Kontrolle vor einem Fahrzeug: Bei der Grossrazzia waren über 400 Beamte im Einsatz. (Quelle: Heimken/Archivbild/dpa)

Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Abrechnungsbetrugs mit Krebsmedikamenten in Millionenhöhe gehen weiter. Die Vorwürfe gegen die Beschuldigten wiegen schwer.

Nachdem Hunderte Polizisten am Dienstag Dutzende Räumlichkeiten von Firmen und Privatpersonen in und um Hamburg durchsucht haben, gibt es neue Ermittlungsergebnisse.

So werden Verflechtungen zwischen beschuldigten Apothekern und Ärzten deutlich. Drei Apotheker, gegen die die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt, sollen über verschiedene Unternehmen ein Krankenhaus erworben und betrieben haben, wie die Ermittlungsbehörde am Mittwoch mitteile. Über die Klinik sollen sie wiederum bundesweit medizinische Versorgungszentren (MVZs) geführt und Einfluss auf deren angestellte MVZ-Ärzte genommen haben. Apothekern sei die Gründung medizinischer Versorgungszentren grundsätzlich nicht erlaubt, berichtete die Staatsanwaltschaft.

Schaden "deutlich in Millionenhöhe"

Die Ermittlungen richteten sich gegen 14 Beschuldigte, darunter neun Ärzte, drei Apotheker und zwei Geschäftsführer von Pharmafirmen. Im Zentrum der Ermittlungen stehe ein Hamburger Hersteller von Zytostatika, die zur Chemotherapie von Krebspatienten verwendet werden.

Insgesamt waren 47 Durchsuchungsbeschlüsse an 36 Adressen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen vollstreckt worden. Der potenzielle Schaden liege "deutlich in Millionenhöhe". Haftbefehle gegen Beschuldigte lägen aber nicht vor.


"Es wurde ganz umfangreiches Beweismaterial zur Durchsicht sichergestellt, Geschäftsunterlagen, Datenträger und Dokumente", sagte Staatsanwältin Liddy Oechtering. "Wir gehen davon aus, dass es Tage beziehungsweise Wochen dauern wird alles auszuwerten", ergänzte sie.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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