Sie sind hier: Home > Regional > Hamburg >

Hamburg: Bisher nur wenige Anträge für drittes Geschlecht

"Divers" als neue Option  

Bisher nur wenige Anträge für drittes Geschlecht in Hamburg

15.01.2020, 07:40 Uhr | dpa

Hamburg: Bisher nur wenige Anträge für drittes Geschlecht. Ein Plakat für "dritte Option": Bisher haben nur wenige Menschen in Hamburg ein drittes Geschlecht eintragen lassen (Symbolbild). (Quelle: dpa/Jan Woitas)

Ein Plakat für "dritte Option": Bisher haben nur wenige Menschen in Hamburg ein drittes Geschlecht eintragen lassen (Symbolbild). (Quelle: Jan Woitas/dpa)

In Hamburgs Standesämtern haben seit Einführung des dritten Geschlechts nur wenige Menschen einen entsprechenden Antrag eingereicht. Die meisten Registrierungen gab es in Bergedorf.

Die Möglichkeit, Kindern neben männlich und weiblich ein drittes Geschlecht zu geben ist seit Einführung Anfang 2019 in Hamburg recht selten genutzt worden. Die meisten Registrierungen als "divers", wie das dritte Geschlecht oft genannt wird,  gab es in Bergedorf (4) und in Hamburg-Nord (2). In Wandsbek und Eimsbüttel hat jeweils eine Person sein Geschlecht von männlich oder weiblich auf divers umtragen lassen. In Harburg, Altona und Mitte gab es dagegen keinen Antrag auf Eintragung des dritten Geschlechts.

Insgesamt haben in den vergangenen zwölf Monaten 31 Menschen in Hamburg ihr Geschlecht offiziell ändern lassen. In den meisten Fällen, 15 Mal, entschieden sich Frauen dazu, künftig als Mann leben zu wollen.

Option für intersexuelle Menschen

Bei Neugeborenen ist von der Möglichkeit, das Kind als divers registrieren zu lassen, kein Gebrauch gemacht worden. "Den Eintrag "Divers" direkt nach der Geburt gab es bisher nicht. Das ist insofern nachvollziehbar, da man inzwischen davon ausgeht, dass eine abschließende Beurteilung erst mit/nach der Pubertät eines Menschen getroffen werden kann und eine, wie auch immer geartete Entscheidung, dem betroffenen Menschen selbst obliegen sollte", sagte die Behördensprecherin.

Seit Januar 2019 ist neben männlich und weiblich im Geburtenregister auch die Option divers für intersexuelle Menschen möglich. Damit setzte der Bundestag eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts um. Die bisherige Pflicht, einen Menschen dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuzuordnen, wurde darin als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot gewertet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal