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Hamburger Gewerkschaften fordern "Masterplan Arbeit"

Hamburg  

Hamburger Gewerkschaften fordern "Masterplan Arbeit"

15.01.2020, 13:45 Uhr | dpa

Hamburger Gewerkschaften fordern "Masterplan Arbeit". Katja Karger spricht auf einer Demonstration des DGB

Katja Karger, Hamburgs DGB-Vorsitzende, spricht auf einer Demonstration des DGB. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Hamburger Gewerkschaften fordern vom nächsten Senat einen "Masterplan Arbeit". Angesichts tiefgreifender Veränderungen im Arbeitsmarkt durch Digitalisierung, Klimawandel, Demografie und Fachkräftemangel sowie prekärer Beschäftigung müsse das Thema Arbeit ins Zentrum der Politik, forderte die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Hamburg, Katja Karger, am Mittwoch. "Arbeit, von der die Menschen ein gutes Leben führen können, entsteht nicht von selbst. Wir brauchen einen Gesamtentwurf." In einem 14-seitigen Positionspapier haben die Arbeitnehmervertreter von Verdi, IG Metall, GEW, IG Bau, NGG, IGBCE, GdP und EVG ihre Forderungen an die nächste Regierung zusammengefasst.

In der Hansestadt wird am 23. Februar eine neue Bürgerschaft gewählt. Mit welcher Regierungskonstellation der gewünschte Masterplan umgesetzt werden soll, "ist ein bisschen egal", solange sie den Gewerkschaften gegenüber aufgeschlossen sei und die Interessen der Beschäftigten in Hamburg wahrnehme, ergänzte die DGB-Chefin.

Für die Arbeitnehmer wird vor allem eine Stärkung der Tarifbindung gefordert. Tarifverträge sorgten für sozialen Ausgleich, schafften Stabilität und stärkten die Innovationsfähigkeit von Unternehmen, heißt es im Papier. Tariftreue müsse auch für Firmen und maximal drei ihrer Subfirmen gelten, die einen Auftrag der Stadt erhielten. Entsprechend sollte das Landesvergabegesetz novelliert werden.

Ein Mindestlohn von zwölf Euro pro Stunde wird auch für Zuwendungsempfänger und Projektarbeitskräfte in der Sozial- und Bildungsarbeit verlangt. In die technikgeprägte Sicht auf die Digitalisierung sollten mehr Bezüge zur betrieblichen Mitbestimmung, zu Sozialstandards und zur Humanisierung der Arbeit einfließen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte angesichts von "tausenden Überstunden, spürbaren Krankenständen und mangelnden Erholungszeiten" die Einstellungsoffensive fortzusetzen. "Das ist die einzige Chance, die Polizei am Leben zu erhalten", sagte GdP-Landeschef Horst Niens.

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