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Hamburg: Polizei nimmt IS-Rückkehrerin am Flughafen fest

Aus dem Flieger geholt  

Polizei nimmt IS-Rückkehrerin am Hamburger Flughafen fest

16.01.2020, 08:51 Uhr | dpa

Hamburg: Polizei nimmt IS-Rückkehrerin am Flughafen fest. Ein Flugzeug der Turkish Airlines am Hamburger Flughafen (Symbolbild): In einem Flieger der Airline saß eine ISIS-Rückkehrerin. (Quelle: imago images/Rüdiger Wölk)

Ein Flugzeug der Turkish Airlines am Hamburger Flughafen (Symbolbild): In einem Flieger der Airline saß eine ISIS-Rückkehrerin. (Quelle: Rüdiger Wölk/imago images)

Eine 29-jährige mutmaßliche IS-Kämpferin ist von der Türkei nach Deutschland abgeschoben worden. Kurz nach ihrer Landung in Hamburg griffen Bundespolizisten zu. Mit an Bord waren auch ihre Kinder. 

Die Türkei hat eine als "ausländische Terroristenkämpferin" eingestufte Frau nach Deutschland abgeschoben. Eine Maschine mit der Verdächtigen an Bord landete am Mittwochabend auf dem Flughafen Hamburg, wie die Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

In dem aus Istanbul kommenden Flieger saßen nach dpa-Informationen neben der jungen Frau aus Norderstedt auch ihre beiden Söhne im Alter von zwei und vier Jahren. Sie sollen zum Kinder- und Jugendnotdienst gebracht worden sein.

Das Innenministerium in Ankara hatte zuvor via Twitter über die Abschiebung von "ausländischen Terroristenkämpfern" informiert. Ein Vertreter des Ministeriums wollte sich auf dpa-Anfrage nicht zu Details äußern.

Vorwurf: Mitglied in terroristischer Vereinigung

Die Hamburger Oberstaatsanwaltschaft bestätigte der "Bild"-Zeitung, dass die Frau gegen 22 Uhr verhaftet worden sei. Bundespolizisten hätten die 29-Jährige direkt aus dem Flieger geholt, berichtete das Blatt. Wie die dpa erfuhr, wird ihr die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt. Die Frau soll aus dem Gefangenenlager Ain Issa in Syrien geflohen sein.

Die Türkei schiebt seit Wochen Menschen mit angeblichen Verbindungen zu Terrororganisationen in ihre Heimatländer ab. Das türkische Militär hatte am 9. Oktober in Nordsyrien nahe der Grenze zur Türkei eine Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG begonnen, die von der türkischen Regierung als Terrororganisation betrachtet wird. Dabei wurden offiziellen Angaben zufolge auch 287 Anhänger der sogenannten Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen, darunter Frauen und Kinder. Die YPG hatte zahlreiche IS-Kämpfer und Angehörige in Haft gehalten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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