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Hamburg: Amt erklärt 80-Jährige für tot – doch sie lebt!

Fataler Irrtum  

Amt beurkundet Tod einer noch lebendigen 80-Jährigen

16.01.2020, 21:16 Uhr | dpa

Hamburg: Amt erklärt 80-Jährige für tot – doch sie lebt!. Eine ältere Frau sitzt auf einem Stuhl: Einer Seniorin wurde irrtümlich eine Sterbeurkunde ausgestellt.  (Quelle: Symbolbild/unsplash.com/Damir Bosnjak)

Eine ältere Frau sitzt auf einem Stuhl: Einer Seniorin wurde irrtümlich eine Sterbeurkunde ausgestellt. (Quelle: Symbolbild/unsplash.com/Damir Bosnjak)

In Hamburg hat eine 80 Jahre alte Frau vom Amt ihren Tod beurkundet bekommen – obwohl sie noch quicklebendig war. Für die Seniorin hatte das unangenehme Folgen. Die Behörden sprechen von einem Irrtum. 

Schreck für eine 80-jährige Hamburgerin: Obwohl die Frau noch lebte, hatte das Standesamt Hamburg-Altona den Tod der Seniorin beurkundet. Einer Beamtin sei "ein bedauerlicher Fehler" unterlaufen, sagte ein Sprecher des Bezirksamts Altona am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Ausgelöst worden sei er durch die Namensgleichheit und ähnlichen Geburtsdaten zu einer Frau, die kurz zuvor in einem Pflegeheim gestorben sei.

Deren Tod im November hätte eigentlich beurkundet werden sollen. Jährlich werden in Altona etwa 3.500 Sterbefälle beurkundet. Über den Fehler sagte der Sprecher: "Das ist ein absoluter Ausnahmefall."

Amt sprach schon von Testament

Die Angehörigen hatten das Missverständnis im Dezember bemerkt, als sie vom Nachlassgericht wegen des Testaments der Frau angeschrieben worden waren, wie ein Sprecher des Gerichts sagte. Mit der Beurkundung des Todes übermittelt das Standesamt als zentrale Stelle für das Sterberegister die Todesfallmitteilung auch an weitere Dienste wie das Standesamt im Geburtsort des Verstorbenen oder das Nachlassgericht. "Um es in die Lage zu versetzen, ein Testament zu eröffnen, wenn es eines gibt", sagte der Gerichtssprecher.

Für die 80-Jährige hatte der Fehler fatale Folgen, wie Angehörige dem "Hamburger Abendblatt" berichteten. So war die Seniorin plötzlich bei der Krankenkasse abgemeldet, ihre Rente wurde zurücgebucht und ihr Konto wurde gesperrt. Zwischenzeitlich habe die Bank der Frau sogar 150 Euro geliehen.

Mittlerweile sei aber bestätigt worden, dass die Todesfallmitteilung falsch gewesen sei, sagte der Gerichtssprecher am Donnerstag. Auch die Angehörigen sagten der Zeitung, dass die 80-Jährige nun "eine Art Lebensbescheinigung" vom Einwohnermeldeamt ausgestellt bekommen habe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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