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Hamburger Digitalstrategie: Tschentscher fordert Optimismus

Hamburg  

Hamburger Digitalstrategie: Tschentscher fordert Optimismus

21.01.2020, 16:37 Uhr | dpa

Hamburger Digitalstrategie: Tschentscher fordert Optimismus. Peter Tschentscher spricht bei einem Wahlduell

Peter Tschentscher (SPD) spricht bei einem Wahlduell. Foto: Christian Charisius/dpa (Quelle: dpa)

Der Hamburger Senat hat eine Digitalstrategie für die Hansestadt beschlossen. "Wir sollten digitalen Optimismus entwickeln, der uns ins nächste Jahrhundert führt", sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), am Dienstag bei der Vorstellung der Strategie. Digitalisierung heiße nicht, etwas Altes nicht mehr analog zu machen, sondern vollkommen neue Dinge digital umzusetzen.

Laut Senat betrifft die Strategie Mobilität, Kultur, Stadtentwicklung, Hafen, Logistik und Verwaltung sowie die Schaffung von Digitalstrukturen in der ganzen Stadt. "Wir sind schon jetzt eine digitale Verwaltung", sagte der Bürgermeister. Über 800 Fachverfahren seien bereits digitalisiert. Wichtigster Punkt in der Strategie sei die Vernetzung von Daten sowie der Zugang für alle zu städtischen Daten.

So habe der Landesvermessungsbetrieb ein 3D-Modell von Hamburg entwickelt, in dem die Daten zu Gebäuden zugänglich seien. Mit "Kinderleicht zum Kindergeld" könnten Eltern an einem Terminal noch im Krankenhaus Kindergeld beantragen und Geburtsurkunden bestellen.

Thomas Kreuzmann, Digitalexperte der CDU-Bürgerschaftsfraktion, kritisierte, dass die Stadt nicht genügend Fachkräfte zur Umsetzung der Strategie habe. "Für das Jahr 2020 hat der Senat 1500 weitere Studienplätze für IT-Fachleute versprochen, 190 wurden davon erst geschaffen." Bereits 2018 habe die CDU-Fraktion gefordert, IT-Kräfte über ein Duales Studium bereits frühzeitig an die Stadt zu binden. Das prüfe der Senat erst jetzt. "Eine überzeugende Strategie sieht anders aus."

Auch der Vorsitzende FDP-Bürgerschaftsfraktion, Michael Kruse, hält die Strategie für "unambitioniert und unkonkret". Ein paar 3D-Effekte und blumige Worte kurz vor Wahlen reichten für die Digitalisierung der Stadt nicht aus.

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