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Hamburg: Hunderte Fahrer ignorieren Diesel-Durchfahrtsverbot

Von Polizei erwischt  

Hunderte Fahrer ignorieren Diesel-Durchfahrtsverbot in Hamburg

27.01.2020, 11:09 Uhr | dpa

Hamburg: Hunderte Fahrer ignorieren Diesel-Durchfahrtsverbot. Ein Fahrverbotsschild für Fahrzeuge mit Diesel-Motor bis Euro5 steht an der Max-Brauer-Allee in Hamburg: Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr knapp 250 Verstöße. (Quelle: dpa/Daniel Bockwoldt/Archiv)

Ein Fahrverbotsschild für Fahrzeuge mit Diesel-Motor bis Euro5 steht an der Max-Brauer-Allee in Hamburg: Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr knapp 250 Verstöße. (Quelle: Daniel Bockwoldt/Archiv/dpa)

Auf zwei Hamburger Straßen gilt ein Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge. Zahlreiche Auto- und Lkwfahrer fuhren dort trotzdem lang – und gerieten teilweise in Polizeikontrollen.

Wegen Missachtung des Durchfahrtsverbots für ältere Dieselfahrzeuge auf zwei Hamburger Straßen haben Hunderte Autofahrer ein Bußgeld bezahlen müssen. Vom 1. August bis zum 31. Dezember 2018 wurden 151 Verstöße festgestellt und Bußgelder in Höhe von 3.140 Euro eingenommen, wie die Innenbehörde der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Im Gesamtjahr 2019 habe die Polizei 246 Verstöße ermittelt und Bußgelder in Höhe von knapp 7.300 Euro eingenommen.

Die Umweltbehörde hatte Ende Mai 2018 Beschränkungen für ältere Dieselautos an zwei Straßenabschnitten verhängt. Auf einem Abschnitt der Stresemannstraße gilt die Durchfahrtsbeschränkung nur für Lkw, auf einem Teil der Max-Brauer-Allee auch für Pkw mit Dieselmotor bis Euro V. Zudem gelten Ausnahmen für Anlieger, Kunden und Lieferanten.

Kontrollen gestalten sich schwierig

Laut Innenbehörde gab es eine nicht dokumentierte Zahl von Einzelkontrollen sowie 26 gezielte Schwerpunkteinsätze, um die Durchfahrtsbeschränkungen zu kontrollieren. Da sich die unberechtigten Autos nicht auf den ersten Blick identifizieren lassen, sind die Kontrollen für die Polizei schwierig. Sie muss zudem rechtssicher nachweisen, dass die Lkw und Pkw den beschränkten Straßenabschnitt durchfahren haben und somit nicht geltend machen können, als Anlieger oder Kunde eine Ausnahmeregelung zu nutzen.

Also muss die Polizei erst beobachten, dass ein verdächtiger Lkw oder Pkw den Straßenabschnitt durchfährt und dann kontrollieren, ob er zur Gruppe der Fahrzeuge gehört, denen das untersagt ist. "Kontrollen mittels automatisierter Kennzeichenerfassung und Datenabgleich beim Kraftfahrtbundesamt sind nicht vorgesehen, weil die technische Umsetzung nur bei Durchfahrtsverboten ohne Ausnahmeregelungen rechtssicher möglich ist", hieß es aus der Innenbehörde.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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