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Hamburg: Diese U-Bahn-Haltestellen werden bald umgebaut

Viele Haltestellen betroffen  

Hochbahn kündigt letzte Ausbau-Etappe an

28.01.2020, 10:47 Uhr | dpa

Hamburg: Diese U-Bahn-Haltestellen werden bald umgebaut . Neuer Aufzug an der U-Bahn-Haltestelle Landungsbrücken: An Hamburgs Nahverkehrkehr wird gebaut. (Quelle: dpa/Archivbild/Markus Scholz)

Neuer Aufzug an der U-Bahn-Haltestelle Landungsbrücken: An Hamburgs Nahverkehrkehr wird gebaut. (Quelle: Archivbild/Markus Scholz/dpa)

In Hamburg müssen Pendler Geduld haben: Der Ausbau der U-Bahn-Haltestellen geht in die nächste Runde – und trifft vor allem die City. 

Der barrierefreie Ausbau der U-Bahn-Haltestellen in Hamburg geht in die letzte Etappe. Derzeit seien 79 der 92 Haltestellen und somit 86 Prozent barrierefrei, sagte der Gesamtprojektleiter der Hamburger Hochbahn, Volker Schmidt, der Deutschen Presse-Agentur. 

"Jetzt gehen wir an die komplexeren, hochfrequentierten Haltestellen in der Innenstadt ran." Dazu gehören die Stationen Steinstraße und Jungfernstieg auf der Linie U1.

Jetzt sind die City-Halte wie "Mö" dran

An der U3 sind die Bauvorbereitungen für die Mönckebergstraße angelaufen, im Februar kommt die Haltestelle Rathaus hinzu. An allen Haltestellen werden Aufzüge installiert, die Bahnsteige zum leichteren Ein- und Aussteigen erhöht und Orientierungssysteme für blinde und sehbehinderte Menschen am Boden eingefügt.

Im vergangenen Jahr wurden sechs Haltestellen gleichzeitig umgebaut und die neue Station Oldenfelde fertiggestellt: "Damit haben wir das U-Bahn-System ans Limit gebracht." Mehr Ersatzverkehr sei den Fahrgästen nicht zuzumuten gewesen, erläuterte Schmidt. Seit 2016 wurden 57 Millionen Euro "verbaut", rund 100 Millionen Euro fließen noch in die Stationen im Bau und Planung.

Das ist der Mega-Plan bis 2028

2020: Die denkmalgeschützte U-Bahn-Station Landungsbrücken (U3) von 1912 ist von Mitte Februar an erstmals auch über Fahrstühle zu erreichen. Die Arbeiten können laut Hochbahn, die das U-Bahnnetz betreibt, schneller als geplant beendet werden.

Die Straßburger Straße soll im Sommer fertiggestellt sein, ebenso Klein Borstel und Fuhlsbüttel Nord (alle U1). Bei letztgenannter Haltestelle habe auch die veraltete Schalterhallendecke erneuert und die Halle modernisiert werden müssen, ein aufwendiges Projekt, resümierte Schmidt. Von Sommer an werde der U1-Ast im Osten dann komplett barrierefrei sein.

Damit innerstädtisch auf der U1 die Steinstraße und der Jungfernstieg besser zugänglich werden, beginnen im Februar die Arbeiten. Vom 8. Juni 2020 an werde der Abschnitt für rund zehn Wochen gesperrt, erläuterte Schmidt. Der Aufzug am Jungfernstieg sei aufgrund der unterirdischen Lage des Umsteigeknotens nur an einer Stelle möglich gewesen, nämlich vor der "Jim Block"-Gastronomie. Im Sommer 2021 sollen beide Stationen barrierefrei sein. Der Jungfernstieg sei dann auf allen U-Bahn-Linien komplett barrierefrei.

2021: Die aufwendigsten Arbeiten an den U3-Haltestellen Mönckebergstraße und Rathaus werden in einer 14 Monate dauernden Sperrung der U3 – zur Streckensanierung Mönckebergstraße bis Rödingsmarkt – ab Januar 2021 mit erledigt. Bis zu 20.000 Fahrgäste täglich müssen dann auf andere U-Bahnlinien, Busse oder die S-Bahn ausweichen. Die Haltestelle "Mö" bekommt gleichzeitig einen weiteren Zugang mit zwei Treppen Richtung Hauptbahnhof. Hierdurch soll auch der überlastete Hauptbahnhof entlastet werden.

2022: Die Haltestellen-Geometrie macht den Planern auch am Meßberg zu schaffen. Ein Aufzug vom Bahnsteig aus wäre in der Mitte der mehrspurigen Willy-Brandt-Straße herausgekommen, sagte Schmidt. "Wir arbeiten nun mit zwei Aufzügen, zunächst zu einer Verteilerebene und von dort aus rauf auf den Gehweg beim Kallmorgen-Tower."  Daneben werden auf der U1 die Hudtwalckerstraße und Alsterdorf in Angriff genommen.

2024: Sierich- und Saarlandstraße sollen mit fälligen Brückensanierungen auf dem Streckenabschnitt der U3 barrierefrei umgebaut werden.

2028: Der Brandschutz, eine extreme Kurvenlage und nur ein Ausgang ließen die Planer an der Sternschanze grübeln. "Sie ist nicht zukunftsfest", sagte Schmidt. Daher werde überlegt, den Bahnsteig Richtung Messe und Schlachthofviertel zu verlagern, mit der Chance auf einen weiteren Zugang. Auch der U-Bahn-Tunnel zwischen Schlump und St. Pauli soll im Jahr 2028 saniert werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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