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Coronavirus: Hamburg sieht sich gut aufgestellt

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Coronavirus: Hamburg sieht sich gut aufgestellt

28.01.2020, 12:12 Uhr | dpa

Coronavirus: Hamburg sieht sich gut aufgestellt. Hamburg sieht sich gut aufgestellt (Quelle: dpa/Archivbild/Patrick Seeger)

Hamburg sieht sich in Hinblick auf den sich ausbreitenden Corona-Virus gut gerüstet. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild (Quelle: Archivbild/Patrick Seeger/dpa)

Nach Bekanntwerden des ersten bestätigten Coronavirus-Falls in Deutschland sieht sich Hamburg für alle Eventualitäten gerüstet. "Wir sind - sollte es zu einem Verdachtsfall kommen - in Hamburg gut aufgestellt. Wir sind vorbereitet", sagte Dennis Krämer, Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, am Dienstag. Die Behörden in der Hansestadt seien in Hab-Acht-Stellung. Er betonte aber auch: "Wir sind weit von einer Krisenlage entfernt."

Hamburg halte genug klinische Einrichtungen vor, um im Fall der Fälle die Menschen medizinisch versorgen zu können, sagte Krämer. In erster Linie das UKE, aber auch andere Kliniken seien perfekt vorbereitet, um mögliche Infizierte in Isolationszimmern zu behandeln. "Es gibt die Möglichkeit, diese Personen zu isolieren."

In der Nacht hatte das bayerische Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass sich ein Mann aus dem Landkreis Starnberg mit dem neuartigen Coronavirus E infiziert habe. Der 33-Jährige habe sich bei einem chinesischen Gast seiner Firma angesteckt, sagte der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, in München. "Es geht ihm recht gut, gestern Vormittag hat er noch gearbeitet." In China stieg derweil die Zahl der Infizierten bis Dienstag sprunghaft um rund 1700 auf mehr als 4500.

In Hamburg wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt. Es gebe täglich Telefonkonferenzen der Behörden und Gesundheitsämter mit dem Hafen- und Flughafenärztlichen Dienst, anderen Bundesländern und Flughäfen, um auf Entwicklungen reagieren zu können, sagte Krämer. Und: "Wir klären am Flughafen auf mit chinesischen Informationsmaterialien." Eine Sprecherin des Flughafens betonte, es gebe keine Direktfliege von China nach Hamburg und verwies auf die grundsätzliche Zuständigkeit der Gesundheitsbehörde.

Die Krankenkasse Barmer hat eine kostenlose Hotline zum Corona-Virus eingerichtet. Sie stehe nicht nur Barmer-Versicherten, sondern allen unter 0800 84 84 111 zur Verfügung, teilte eine Sprecherin der Krankenkasse in Schwerin mit.

Das neue Virus 2019-nCoV stammt ursprünglich vermutlich von einem Markt in der chinesischen Millionenstadt Wuhan, wo es wohl von dort gehandelten Wildtieren auf den Menschen übersprang. Die Zahl der Toten in China stieg inzwischen auf mehr als 100 - die meisten davon ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen.

Eine schützende Impfung oder eine spezielle Therapie zur Behandlung der Erkrankung gibt es nicht. Die Symptome - darunter trockener Husten, Fieber und Atemnot - können aber mit Medikamenten abgemildert werden. Nach derzeitiger Einschätzung von Experten verläuft die neuartige Lungenkrankheit offenbar in den meisten Fällen mild, möglicherweise sogar ohne Symptome.

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