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Hamburg: Tom Radtke will nach Holocaust-Tweets in Linkspartei bleiben

Trotz Holocaust-Tweets  

Tom Radtke will in Linkspartei bleiben

30.01.2020, 12:53 Uhr | t-online.de, dpa

Hamburg: Tom Radtke will nach Holocaust-Tweets in Linkspartei bleiben. Ein Podest vor einem Plakat der Linkspartei: In Hamburg sorgte der Tweet eines Parteimitglieds für Aufregung. (Quelle: imago images/Archivbild/Andre Lenthe)

Ein Podest vor einem Plakat der Linkspartei: In Hamburg sorgte der Tweet eines Parteimitglieds für Aufregung. (Quelle: Archivbild/Andre Lenthe/imago images)

Klimawandel mit Holocaust verglichen: Die Linkspartei in Hamburg hat die Tweets von Bürgerschaftswahl-Kandidat Tom Radtke verurteilt. Von einem Parteiaustritt will der junge Politiker offenbar nichts wissen.

Trotz eines heftig kritisierten Holocaust-Vergleichs will der Hamburger Nachwuchspolitiker Tom Radtke in der Linkspartei bleiben. Entsprechend habe sich der 18-Jährige bei einem Treffen mit dem Landesvorstand am Mittwochabend geäußert, sagte Landesgeschäftsführer Martin Wittmaack am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Dass die Posts auf seinen Social-Media-Accounts, in denen der Holocaust mit den Folgen des Klimawandels verglichen und relativiert wurde, von ihm stammten, habe der Schüler nicht bestritten.

Rücktritt von Bürgerschaftswahl gefordert

Die Parteiführung hatte ihn deshalb aufgefordert, seine Kandidatur für die Bürgerschaftswahl am 23. Februar zurückzuziehen und Maßnahmen bis hin zum Parteiausschluss in Aussicht gestellt.

Die Linken-Landessprecher Olga Fritzsche und David Stoop hatten den Holocaust-Vergleich als "unsägliche Relativierung und Instrumentalisierung" verurteilt und die Zusammenarbeit mit Radtke für beendet erklärt. 

Tom Radtke will in Partei bleiben

Diese Haltung sei am Mittwochabend vom Landesvorstand bestätigt worden, sagte Witmaack. Radtke habe dies zur Kenntnis genommen und gesagt, dass er in der Partei bleiben wolle.

Dazu, ob er von Platz 20. der Landesliste zurücktreten werde, habe Radtke sich noch nicht geäußert, sagte Wittmaack. "Es war das erste Mal, dass wir überhaupt mit ihm ein Gespräch Auge in Auge führen konnten." Über das weitere Vorgehen werde der geschäftsführende Landesvorstand im Laufe des nun angestoßenen Gesprächsprozesses entscheiden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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