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"Sabine" sorgt an Tag 2 für Zugausfälle und Sturmflut-Gefahr

Emden  

"Sabine" sorgt an Tag 2 für Zugausfälle und Sturmflut-Gefahr

10.02.2020, 06:06 Uhr | dpa

"Sabine" sorgt an Tag 2 für Zugausfälle und Sturmflut-Gefahr. Ein Aufenthaltszug der Bahn steht im Hauptbahnhof

Ein Aufenthaltszug der Bahn steht im Hauptbahnhof. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa (Quelle: dpa)

Die Menschen im Norden müssen sich am Montagmorgen auf erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr einstellen. Bis 10.00 Uhr ist der Fernverkehr der Deutschen Bahn eingestellt und auch Teile des regionalen Nahverkehrs sind erheblich eingeschränkt. Zudem warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) davor, dass im Zuge des Sturmtiefs "Sabine" bis Dienstagabend weiter einzelne Äste von Bäumen herabstürzen könnten. "Achten Sie besonders auf herabfallende Gegenstände", rät der DWD.

"Sabine" hatte in Hamburg und Schleswig-Holstein die Feuerwehren am Sonntagabend quasi im Minutentakt auf den Plan gerufen. Es ging vor allem um umgestürzte Bäume, umgewehte Straßenschilder und heruntergefallene Äste.

Alleine in der Hansestadt rückte die Feuerwehr nach eigenen Angaben zu mehr als 300 wetterbedingten Einsätzen aus. Zum Glück gab es bis kurz vor Mitternacht nur zwei Leichtverletzte auf der A1 zu beklagen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Auch in Schleswig-Holstein gingen die Einsatzzahlen der Feuerwehren in die Hunderte.

Doch "Sabine" hat Deutschland weiter im Griff. Für die Nordseeküste besteht laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Montagnachmittag die Gefahr einer Sturmflut, für Hamburg sagte das BSH für Montagabend ebenfalls einen Wasserstand vorher, der 1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser liegen könnte. Der Fischmarkt im Hafen könnte also überflutet werden.

Die Auswirkungen von "Sabine" werden auch am Hamburger Flughafen am Montag weiter spürbar sein. Dutzende Flüge fallen am zweiten Tag in Serie aus. Laut einem online veröffentlichten Plan des Airports sind jeweils mehr als 40 Ankünfte und Abflüge gestrichen.

Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) warnten vor dem Betreten der Wälder. Spaziergänger, Wanderer und Reiter sollten die Wege in den Landesforsten während des Sturmtiefs "Sabine" meiden, sagte SHLF-Direktor Tim Scherer.

In Pinneberg sorgte ein Kran für Aufregung. Weil der 33 Meter hohe Baukran umzukippen drohte, evakuierte die Feuerwehr mehrere Gebäude in der Umgebung. Die 120 betroffenen Anwohner seien - mit Ausnahme einer Familie - bei Verwandten und Bekannten untergekommen, teilte der Kreisfeuerwehrverband Pinneberg am Abend mit.

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